kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
       
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Krankenkassen: Teure Rückkehr in Gesetzliche

VON ROLF WINKEL - zuletzt aktualisiert: 03.05.2010 - 08:00

Düsseldorf (RP). Wer in der zweiten Hälfte seines Arbeitslebens längere Zeit privat krankenversichert war und dann wieder in eine gesetzliche Kasse wechselt, hat im Alter unter Umständen das Nachsehen: Er bleibt dann zwar auch im Ruhestand gesetzlich kranken- und pflegeversichert. Die Versicherung kann für ihn aber teurer werden.

Zwei Modelle Die meisten Ruheständler werden Mitglied der sogenannten Krankenversicherung der Rentner (KVdR). Dabei handelt es sich um eine Exklusiveinrichtung für diejenigen, die in ihrem Arbeitsleben der gesetzlichen Krankenversicherung besonders treu waren. Deshalb kommt nicht jeder, der vor dem Rentenbezug gesetzlich versichert war, in die KVdR hinein. Den anderen bleibt nur die freiwillige Versicherung in einer gesetzlichen Krankenkasse – mit härteren Regeln bei der Beitragsbemessung.

Hürden Wer in die KVdR kommt, ist in Paragraf 5 des fünften Sozialgesetzbuchs (SGB V) geregelt. Dort heißt es, dass die Versicherungspflicht für Rentner dann eintritt, "wenn sie seit der ersten Aufnahme einer Erwerbstätigkeit bis zur Stellung des Rentenantrags mindestens neun Zehntel der zweiten Hälfte des Zeitraums Mitglied oder nach § 10 versichert waren". Paragraf 10 regelt die beitragsfreie Mitversicherung von Familienangehörigen. Das bedeutet: Bei der Berechnung der "90-Prozent-Marke" werden nicht nur Zeiten der Pflicht- und freiwilligen Versicherung, sondern auch Zeiten der kostenfreien Familienversicherung berücksichtigt.

Beispiel Wer im April 1964 erstmals erwerbstätig war und im April 2010 in Rente geht, für den kommt es darauf an, wie er zwischen April 1987 und April 2010 – das ist die zweite Hälfte seines Arbeitslebens – krankenversichert war. In 20,7 dieser 23 Jahre muss er gesetzlich krankenversichert gewesen sein, egal in welcher Kasse. Ist diese Voraussetzung nicht erfüllt, so kommt nur eine freiwillige gesetzliche Versicherung in Frage.

Unterschiede Freiwillig versicherte Rentner bekommen zwar die gleichen Leistungen wie Pflichtversicherte. Sie müssen jedoch häufig höhere Beiträge zahlen. Für sie zählen bei der Beitragsberechnung nicht nur – wie bei Pflichtversicherten – die Renten, sonstige Versorgungsbezüge und Arbeitseinkommen. Ausschlaggebend ist hier vielmehr ihre "gesamte wirtschaftliche Leistungsfähigkeit" bis zur Beitragsbemessungsgrenze. Auch aus Einkünften aus Privat- oder Riester-Renten, Mieten und anderen Einkommen werden also Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung fällig. Für diese Einkünfte werden immer die vollen Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung erhoben. Das Bundessozialgericht hat in einer Entscheidung vom 27. Januar 2010 die unterschiedliche Behandlung von freiwillig und pflichtversicherten Rentnern ausdrücklich für korrekt befunden. (Az.: B 12 KR 28/08 R).

Quelle: RP

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Angestellte nutzen Privatgeräte auch im Job

Studie

Angestellte nutzen Privatgeräte auch im Job

Viele Unternehmen können oder wollen mit dem rasanten technischen Fortschritt nicht mithalten. Weil die Mitarbeiter von zu Hause aber Rechne ... mehr 

Der Wandel des Buchhandels

Vormarsch der Online-Riesen

Der Wandel des Buchhandels

Immer mehr Menschen kaufen ihre Bücher bei Online-Buchhändlern. Das Buch ist mittlerweile das populärste Produkt im Netz. mehr 

Mehr Wirtschaft
Aus der Region

Vormarsch der Online-Riesen

Der Wandel des Buchhandels

Lebensmittel immer teurer

Discounter erhöhten Preise 2011 deutlich

Zu späte Informationen über Rückrufe

Drei Millionen Dollar Strafe für BMW

Videos

Ringerin aus Krefeld trainiert für Olympiaqualifikation

Aline Focken ist 20 Jahre alt und träumt von Olympia. Die Krefelderin hat die Chance sich für die olympischen Spiele 2012 in ... mehr 

Gefallener Stern: Whitney Houston ist tot

Die Sängerin starb im Alter von nur 48 Jahren. Sie wurde in einem Hotel in Beverly Hills gefunden. Houston hatte lange mit Rauschgift- und ... mehr 

THEMEN RATGEBER
Bilderserien Ratgeber
Neue Regeln für Telefonkunden
Neue Regeln für Telefonkunden
Telefonkunden sollen künftig deutlich besser .. mehr 
 
Neue Regeln für Telefonkunden
Neue Regeln für Telefonkunden
Telefonkunden sollen künftig deutlich besser ..
mehr 
Die wichtigsten Programme für die Arbeit am Computer
Die wichtigsten Programme für die Arbeit am Computer
Wir stellen Ihnen die wichtigsten Programme für ..
mehr 
Tipps zum Schutz vor Skimming
Tipps zum Schutz vor Skimming
Die Masche ist fast immer die Gleiche: Beim ..
mehr 
Die Geschichte der D-Mark
Die Geschichte der D-Mark
54 Jahre lang, von ihrer Einführung im Juni 1948 bis zur Ausgabe ..
mehr 
In Euro: Was Ihnen die Steuerreform bringt
In Euro: Was Ihnen die Steuerreform bringt
Die Koalition will die Steuern senken. Sechs ..
mehr 
Die erhöhten Bahnpreise ab 11.12.2011
Die erhöhten Bahnpreise ab 11.12.2011
Bahnfahren wird bald wieder teurer. Zum 11. ..
mehr 
Worauf Sie beim Heizölkauf achten sollten
Worauf Sie beim Heizölkauf achten sollten
Heizöl ist 2011 deutlich teurer als in den ..
mehr 
Die zehn meistgetesteten Produkte 2011
Die zehn meistgetesteten Produkte 2011
Handys werden besonders gerne getestet. Am ..
mehr 
 

Weitere Videos unter www.nrw-business.tv
Weitere Ratgeber-Themen
Nebenkostenabrechnung-Worauf-Verbraucher-achten-sollten_1_32773.jpg

Korrekte Jahresabrechnung notwendig

Fiskus hilft Mietern bei Nebenkosten

Viele Mieter haben schon richtig Bammel vor der jährlichen Nebenkostenabrechnung. Auch diesmal kann es richtig teuer werden. Für 10/11 dürften happige Nachzahlungen von bis zu 220 Euro anfallen, lautet die Prognose des Deutschen Mieterbunds. mehr

 

Mehr Informationen für Verbraucher gefordert

Behördenauskünfte werden vereinfacht

 

Preisvorteil schrumpft ohne Bonus-Effekt

Treue zu Strom-Grundversorger kostet viel Geld

 

Glücksspielmarkt Deutschland (Teil 1)

Jedes Jahr 100 neue Lotto-Millionäre

 

Reform des Telekommunikationsrechts

Deutlich mehr Rechte für Telefonkunden

 
 
 

Verbraucher profitieren von ständigen Preisnachlässen

2012 – das Jahr des Rabatts

Top-Services
 
RP Wirtschaft

Das Nachrichtenportal für die lokale Wirtschaft

Platzhalter Wirtschaft Konjunktur ddp 2010

Alle Wirtschaftsnachrichten für das nördliche Rheinland auf einen Blick finden Sie hier mehr