kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Neues Gesetz bringt Patienten mehr Leistung: Wechsel der Krankenkasse kann sich wieder lohnen

zuletzt aktualisiert: 17.02.2012 - 08:06

München (RPO). Für Millionen gesetzlich Krankenversicherte kann sich der Wechsel zu einer anderen Kasse richtig auszahlen. Seit Jahresbeginn locken einige der fast 150 Krankenkassen mit attraktiven Extras.

Von der Zahlung der Haushaltshilfe nach dem Krankenhaus über Osteopathie, Abnehmkurse, Zahnreinigung, Brillen bis hin zu Globuli und alternativen Medikamenten: So manche Kasse erstattet mehr als je zuvor - und mehr als andere. Wer vergleicht und umsteigt, könne bestenfalls viele Hundert Euro im Jahr sparen, erläutert Sabine Baierl-Johna von der Stiftung Warentest.

Seit 2012 lohne es sich wieder, nach interessanten Zusatzleistungen Ausschau zu halten, ermuntert auch Gesundheitsexpertin Anke Kirchner von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen zum Handeln. Dass die Kassen neuerdings mehr Spielraum bei Extras wie Homöopathie, Reha, Vorsorge oder künstliche Befruchtung haben, liegt am neuen Versorgungsstrukturgesetz der Bundesregierung.

"Jetzt werden verstärkt apothekenpflichtige Rezepte erstattet oder Gesundheitskurse bezahlt", berichtet Kirchner. Der Zusatzbeitrag von monatlich acht Euro, der bald überall abgeschafft sein wird, spiele bei der Kassenwahl keine Rolle mehr.

Zwar sind nach wie vor etwa 95 Prozent der Kassenausgaben festgeschrieben und damit identisch. Bei den restlichen fünf Prozent, also den freiwilligen Leistungen, gibt es aber jetzt schon große Unterschiede. Sprich: Für den Einheitsbeitrag von 15,5 Prozent bekommen Patienten bei der einen Kasse spürbar mehr fürs Geld als bei der anderen. Nur: Kaum ein Versicherter weiß davon, wie Baierl-Johna bedauert.

Globuli inklusive

Einer der Vorreiter bei den attraktiven Extras ist die Techniker-Krankenkasse (TK). Sie übernimmt seit diesem Jahr erstmals Kosten für osteopathische Behandlungen. Erstattet werden bis zu 60 Euro pro Sitzung. Das Geld müssten die Patienten normalerweise aus der eigenen Tasche zahlen. Auch Behandlungen bei ausgewählten Homöopathen oder die professionelle Zahnreinigung in bestimmten Praxen werden übernommen. "Nachfragen lohnt sich", betont Kirchner.

Teure Ausgaben für apothekenpflichtige Arznei wie Globuli oder alternative chinesische Medizin müssen die Versicherten ebenfalls nicht mehr selbst zahlen. Voraussetzung: Der Arzt hat ein grünes oder ein Privatrezept ausgestellt.

Auch andere Kassen bieten Homöopathie als Zusatzleistung an. Oder sie unterstützen Versicherte nach dem Krankenhausaufenthalt mit einer Haushaltshilfe. Vor allem für ältere Alleinstehende könne das eine große Erleichterung sein, sagte Claudia Achenbach von der Unabhängigen Patientenberatung in Dortmund. Bares Geld ist es allemal wert. Viele Patienten könnten es sich gar nicht leisten, für mehrere Wochen eine Hilfskraft zu engagieren.

Keine Wartefristen

"Wer Ausschau hält nach einer neuen Kasse mit geldwerten Extras, sollte sich vorher immer fragen, was ihm wichtig ist", sagt Kirchner. Wer Kinder möchte, für den könnte eine Kostenübernahme bei einer künstlichen Befruchtung wichtiger sein als die Übernahme der professionellen Zahnreinigung. Wer im Familienverbund lebt, braucht womöglich keine Haushaltshilfe bei Krankheit, legt aber Wert darauf, dass seine Kasse die alternative Medizin, einen Diätkurs, die Rückenschule oder die Anleitung zur Raucherentwöhnung zahlt.

Vielreisende sollten sich informieren, welche Kasse die Kosten für die teuren Schutzimpfungen für Auslandsreisen übernimmt, sagt Baierl-Johna. Allein die Immunisierung gegen Hepatitis A und B koste rund 230 Euro. Grundsätzlich gelte aber: Es gibt keine Kasse, die alle Extras abdeckt.

Wer sich von seiner bisherigen Krankenkasse verabschieden will, muss mindestens 18 Monate ihr Mitglied gewesen sein. Dann kann er mit einer Kündigungsfrist von zwei Monaten zum Monatsende gehen. Beispiel: Wer Ende Februar kündigt, kann ab 1. Mai bei der neuen "Wunsch"-Kasse versichert werden - ganz gleich, ob noch Behandlungen laufen. Für die neuen Extras gibt es im Übrigen keine Wartefristen. Sie können gleich nach dem Wechsel in Anspruch genommen werden.

Umfangreiche Unterstützung bei der Kassensuche bietet der Produktfinder von Stiftung Warentest (für drei Euro Gebühr) unter http://url.dapd.de/qtGWvH .

Quelle: APD

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Lenovo erwägt PC-Produktion in Thüringen

Chinesischer Computerhersteller

Lenovo erwägt PC-Produktion in Thüringen

Der chinesische Computerhersteller Lenovo wird möglicherweise in Zukunft auch in Deutschland PCs herstellen. mehr 

Erdbeeren aus Supermärkten sind oft vergammelt

NDR-Dokumentation

Erdbeeren aus Supermärkten oft vergammelt

Sommerzeit ist Erdbeerzeit: Leider lässt die Qualität dieser Früchte in Supermärkten und Discountern sehr zu wünschen übrig. mehr 

Mehr Wirtschaft
Aus der Region
Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Tragischer Unfall: 400 Schafe fallen auf Autobahn

Hunderte Schafe sind in der Nacht zu Freitag auf eine Straße in Melbourne gefallen, als ein Tiertransporter auf einer Brücke umkippte und ... mehr 

THEMEN RATGEBER
Bilderserien Ratgeber
Sieben Tipps zum Testament
Sieben Tipps zum Testament
Sieben Tipps zum Testament mehr 
 
Sieben Tipps zum Testament
Sieben Tipps zum Testament
Sieben Tipps zum Testament
mehr 
Facebook in Zahlen
Facebook in Zahlen
Wäre Facebook ein Land, wäre es das bevölkerungsreichste nach China (1 ..
mehr 
Pflegekosten: Das sollten Sie wissen
Pflegekosten: Das sollten Sie wissen
Am besten ist es, wenn die eigenen Eltern bis ..
mehr 
Elternpflege  - So werden Sie unterstützt
Elternpflege - So werden Sie unterstützt
Pflegeunterstützung im Überblick
mehr 
Die elf häufigsten Irrtümer bei Steuererklärungen
Die elf häufigsten Irrtümer bei Steuererklärungen
Die elf häufigsten Irrtümer bei Steuererklärungen
mehr 
Was genau ist Fairtrade eigentlich?
Was genau ist Fairtrade eigentlich?
Was genau ist Fairtrade eigentlich?
mehr 
Neun Tipps zu Elterngeld und Elternzeit
Neun Tipps zu Elterngeld und Elternzeit
Neun Tipps zu Elterngeld und Elternzeit
mehr 
Diese Kassen zahlen für Homöopathie
Diese Kassen zahlen für Homöopathie
Zur homöopathischen Behandlung gehört eine ..
mehr 
 
Weitere Videos unter www.nrw-business.tv
Weitere Ratgeber-Themen

Bundeskabinett will Mietrechtsreform

Mieterbund befürchtet Klagewelle

Mietern drohen künftig Nachteile: Wenn bei Energie-Sanierungen Lärm und Dreck verursacht werden, sollen sie die Miete vorerst nicht mehr mindern können. So will es das Bundeskabinett. Der Mieterbund sieht juristische Probleme. mehr

 
 
 

Wenn der Gerichtsvollzieher klingelt

Pfändung - Rechte und Pflichten von Schuldnern

 
 

Nützliche Tipps für Sparer

Immobilien im Boom

 
 

Wie sicher ist das Geld der Sparer?

Fünf Fragen zur Banken-Krise

Top-Services