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Musicals, klassische Stücke, modernes Schauspiel: Was Theaterkarten kosten

VON STEFAN WOLF UND CHRISTIAN DICK - zuletzt aktualisiert: 22.11.2006 - 14:35

Düsseldorf (RP). Die Angebote der Theater in der Region sind sehr unterschiedlich - die Preise auch. Manchmal kommen Vorverkaufs- oder Gaderoben-Gebühren noch hinzu.

Ob Musicals, klassische Stücke, modernes Schauspiel oder Kindertheater, ob kommunal, frei oder privat - die Theaterszene in Nordrhein-Westfalen ist vielfältig und vital. In der Spielzeit 2004/2005 zählte das Landesamt für Statistik 125 Spielstätten öffentlicher Theater. Solche Theater also, deren wirtschaftliche und rechtliche Träger Land oder Gemeinden sind. Das waren 27 Spielstätten mehr als vor zehn Jahren. Auch die Zahl der Privattheater hat in dieser Zeit zugenommen. 2004/2005 gab es 44 Häuser, fünf mehr als 1994/1995.

Rund 3,17 Millionen Gäste besuchten die 9.400 Veranstaltungen der öffentlichen Bühnen. So viele wie in keinem anderen Bundesland. In die privaten Theater strömten zirka 2,24 Millionen Zuschauer.

Theater kosten nicht nur Geld. Sie sind auch ein großer Arbeitgeber. In der Theaterbranche in Nordrhein-Westfalen arbeiteten im Jahr 2005 rund 6500 Menschen. Nicht eingerechnet sind viele kleine und kommunale Theater oder Ensembles, viele Theater der freien Szene oder Einzelkünstler. Die seien so zahlreich, dass sie nicht alle in die Statistik aufgenommen werden können, heißt es beim Deutschen Bühnenverein, dem Bundesverband der Theater und Orchester.

Kulturhaushalt verdoppeln

Die Landesregierung will den Kulturhaushalt während der Legislaturperiode verdoppeln. Dabei solle nicht mit der Gießkanne vorgegangen, sondern das Geld gezielt in Projekte gesteckt werden, so die Landesregierung. Der Haushalt 2006 hält für die kommunalen Theater 13,7 Millionen Euro bereit. Für die vier Landestheater - die Burghofbühne Dinslaken, das Lippische Landestheater Detmold, das Rheinische Landestheater Neuss und das Westfälische Landestheater Castrop-Rauxel - stehen 12,2Millionen Euro zur Verfügung. 4,2 Millionen Euro werden in private Theater und Theater der freien Szene investiert.

So unterschiedlich die Bühnen, so unterschiedlich sind natürlich auch die Preise. Eine teure Produktion wie beispielsweise ein Musical kostet mehr als die Vorstellung einer Kindertheatergruppe. Private Theater finanzieren sich über den Kartenpreis, während öffentliche Theater zusätzlich Subventionen erhalten.

Unsere Grafik zeigt eine Auswahl der Theater in der Region. Grundsätzlich gilt: Je besser die Sicht, desto teurer die Karte. Daher haben wir meist ein Preisspanne vom schlechtesten zum besten Sitz angegeben. Ein Blick auf den Sitzplan, der an der Kasse aushängt oder manchmal auch im Internet zu sehen ist, hilft sparen. Denn manchmal ist die erste Reihe einer preiswerten Gruppe genauso gut wie die letzte Reihe einer teuren.

Nahverkehr mitbenutzen

Wie überall gibt es auch bei Theaterkarten Kleingedrucktes. An einigen Spielstätten berechtigt die Karte zum Beispiel zur Gratis-Benutzung des öffentlichen Nahverkehrs. Manche Häuser nehmen Extra-Geld für die Garderobe, bei anderen ist sie im Preis enthalten. Manche Theater locken auch mit Rabatten oder kostenlosen Getränken.

Theaterfreunde sollten auf zusätzliche Vorverkaufspreise oder Verwaltungs-Gebühren achten. Darauf sollten Theater bei Auskünften im Internet oder am Telefon hinweisen. Tun sie das nicht, sollten der Kunde danach fragen. Wer regelmäßiger Theatergänger ist, kann über ein Abonnement nachdenken.

An manchen Häusern kosten Premieren mehr als „normale“ Vorstellungen, an anderen gibt es Ermäßigungen für Gruppen. Auch für Schüler, Studierende und Arbeitslose gibt es oft vergünstigte Karten.


 
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