Digitalfotos auf Papier: Wie es die besten Abzüge gibt
VON FRANZ NESTLER - zuletzt aktualisiert: 06.07.2010 - 08:27Düsseldorf (RP). Obwohl neun von zehn verkauften Kameras Digitalkameras sind, wollen viele Menschen ihre Bilder nicht nur am Computer, sondern auch als Abzug zeigen. Bei rund 100 Dienstleistern auf dem Markt können sie Digitalfotos auf Papier entwickeln lassen.
Darunter gibt es reine Online-Dienste wie Pixum oder die Digitallabore der Discounter Aldi und Lidl, bei denen Kunden Bilder nur im Internet bestellen können. Wer seine Fotos per Web an einen Online-Entwickler verschickt, sollte allerdings eine Internet-Flatrate haben. Außerdem gibt es Drogerie- und Elektronikmärkte, bei denen man auch seine Speicherkarte vorbeibringen kann.
Die Order per Internet funktioniert entweder über den Internetbrowser oder mit kostenlosen PC-Programmen der Anbieter, mit denen Kunden die Fotos auch bearbeiten können. Neben einfachen Abzügen lassen sich mit den Programmen auch aufwändigere Fotobücher, Kalender oder Poster mit eigenen Digitalmotiven zusammenstellen.
Aber Vorsicht: Wer keinen DSL-Anschluss und eine Internet-Flatrate hat, zahlt für das Hochladen der Bilder im schlimmsten Fall hundert Euro oder mehr. Deshalb ist es für Hobby-Fotografen mit einer langsamen Internetverbindung einfacher, die Datenmassen auf CD zu brennen und an das Digital-Labor zu verschicken. Aldi etwa bezahlt sogar die Versandkosten, sofern Kunden eine spezielle Versandtasche benutzen. Bei den Drogerieketten Schlecker oder DM gibt man die Foto-CDs persönlich ab.
Sparen mit Großaufträgen
Ein Foto von neun mal 13 Zentimeter Größe kostet in der Regel zwischen sieben und acht Cent. Sparen kann man oft bei Großaufträgen von über 100 Bildern. Kleinere Anbieter können durchaus teurer sein. Dazu verstecken einige Anbieter im Kleingedruckten zusätzliche Kosten. Etwa, indem sie einfach zusätzliche Bearbeitungskosten berechnen. Zusammen mit den Versandkosten liegt der Preisunterschied zwischen teuren und billigen Anbietern beim Bilderversand dann schon zwischen zwei und fast vier Euro pro Auftrag.
Sollten die Bilder am Ende nicht wie gewünscht aussehen, hilft nur eins: Unzufriedene Kunden schicken sie zurück zum Entwickler oder bringen sie, falls der Anbieter Filialen betreibt, persönlich vorbei. Allerdings muss das Labor nur neue Abzüge machen, wenn der Schaden am Bild eindeutig beim Entwickeln entstanden hat. Wer sein Bild verwackelt oder gegen das Licht fotografiert hat, muss mit schlechten Bildern leben.
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