Sicher Surfen: Wie Sie im Netz anonym bleiben
VON SILKE FREDRICH - zuletzt aktualisiert: 10.07.2007Düsseldorf (RP). Wer im Internet surft, hinterlässt digitale Spuren. Hacker können so das individuelle Surfverhalten von Nutzern nachvollziehen und sie sogar gezielt manipulieren.
Wer im weltweiten Netz unterwegs ist, findet lange nicht das, was er an Informationen wirklich braucht. Dafür hinterlässt er aber selbst umso mehr Spuren. Viele Unternehmen speichern die Daten der Besucher ihrer Internetangebote, um Kundenprofile zu erstellen und diese für Werbezwecke zu nutzen. Der gläserne Nutzer ist ohne entsprechende Schutzmaßnahmen längst Realität. Dabei ist es relativ einfach, an persönliche Daten des Nutzers zu kommen.
Individuelle IP-Adresse
Denn jeder Computer hat eine individuelle IP-Adresse. Sie besteht aus einer Reihe von Zahlen, beispielsweise 76.889.123.234. Der Internet-Provider kann diese Zahlenreihe einem bestimmten Rechner zuordnen. Mit Hilfe der IP-Nummer lässt sich also genau verfolgen, was der Anwender im Internet gerade macht und auf welchen Websites er sich bewegt.
Doch es gibt Wege und Tricks, anonym zu surfen und neugierigen Datenspionen einen Riegel vorzuschieben. Ein Verschlüsselungsprogramm wie PGP (Pretty Good Privacy) zum Beispiel sorgt nach der Installation auf dem heimischen Rechner dafür, dass nur die Menschen eine E-Mail lesen können, für die sie auch bestimmt ist, da sie die Mail verschlüsselt an den Empfänger übertragen. Das Programm gibt es kostenlos unter www.pgpi.com.
Nervige Cookies
Nervig sind auch so genannte Cookies, die von Website-Betreibern ausgesendet werden, um fremde Festplatten auszuspionieren. Die eigentlich harmlosen Textdateien speichern, über welchen Link man eine Seite angewählt hat, wie oft man schon auf der entsprechenden Seite war und was man dort angeklickt hat. Im Browser lässt sich jedoch einstellen, dass Cookies vor dem Öffnen einer Website angezeigt werden. Erst mit einem Bestätigungsklick wird die Datei zugelassen. In den Details lässt sich vorher schnell nachschauen, ob es sich um einen Sitzungs-Cookie handelt, den man meist zur Einwahl in einen personalisierten Bereich benötigt. Falls nicht, erkennt man ausspionierende Dateien meist an ihrer Laufzeit. Sie wollen sich gerne bis zum Jahr 2037 auf dem Rechner abspeichern.
Nutzer sollten ebenfalls vermeiden, Passwörter auf fremden Websites zu hinterlassen, insbesondere, wenn man von einem fremden PC aus surft.
Spuren auf dem PC löschen
Wer nicht glaubt, wie schnell Daten sich ausspionieren lassen, sollte www.anonym-surfen.com/anonym-surfen/test ansteuern. Dort erfährt der Anwender, welche Informationen sich allein über die IP-Adresse herausfinden lassen. Unter anderem wird einem die Monitor-Auflösung mitgeteilt und der Provider, über den man sich ins Internet eingeloggt hat.
Wer vermeiden möchte, dass Profis noch weiter in die Tiefen der eigenen Festplatte vordringen können, sollte vor allem Spuren auf dem PC löschen. Denn Windows und der Internet-Explorer besitzen ein riesiges Gedächtnis. Jeder Schritt des Anwenders wird genau protokolliert. Mit dem kostenlosen Programm „Crap Cleaner“ lässt sich das einschränken. Auf der Site www.filehippo.co/download_ccleaner lässt sich der Helfer herunterladen. Crap Cleaner löscht Cookies, Logbücher, leert den Cache-Speicher und den Seitenspeicher des Browsers.
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