kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
       
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Griechische Staatsanleihen: Zweifel an Zahlungsfähigkeit treiben Versicherungskosten

zuletzt aktualisiert: 25.06.2010 - 16:37

Athen (RPO). Die Investoren auf dem Renten- und Devisenmarkt haben zum Wochenausklang ihre Zweifel an der Zahlungsfähigkeit Griechenlands demonstriert. Die Versicherungskosten gegen den Ausfall griechischer Staatsanleihen zogen weiter an: rund 1,137 Millionen Euro mussten Investoren hinlegen, um fünfjährige Staatsanleihen im Volumen von zehn Millionen Euro zu versichern. Das ist so viel wie noch nie. Am Donnerstag waren es noch 10.000 Euro weniger.

"Die Angst vor einer Umschuldung ist enorm", sagte ein Händler. "Griechenland ist zwar für drei Jahre durch den europäischen Rettungsschirm geschützt. Aber die wenigsten glauben, dass sie danach in der Lage sein werden, ihre Schulden zu bezahlen." Mehrere Händler sagten, Anleger gingen zu fast 60-prozentiger Wahrscheinlichkeit davon aus, dass der Mittelmeerstaat seine Gläubiger nicht werde bedienen können.

Auslöser dieser neuen Nervosität war Analysten zufolge die Rating-Herabstufung Griechenlands auf Ramschstatus durch die Agentur Moody's Mitte des Monats. Viele Fonds müssen sich nun zum Quartalsende von ihren Griechenland-Bonds trennen, weil diese nicht mehr über die geforderte Bonität verfügen. Nach Einschätzung von Experten spiegelt sich diese Entwicklung vor allem in den Kreditausfallversicherungen wider und nicht in den Anleihekursen, weil diese durch das Ankaufprogramm der Europäischen Zentralbank gestützt werden.

Am Freitagnachmittag notierten die zehnjährigen griechischen Papiere nahezu unverändert bei 73,91 Zählern. Der von Investoren geforderte Risikoaufschlag für griechische Anleihen im Vergleich zu Bundesanleihen hielt sich auf dem hohen Niveau von 800 Basispunkten. Auch die Spreads belgischer und italienischer Papiere zogen im Vergleich zur Bundesanleihe an. Beide Staaten geben am Montag neue Papiere aus.

Griechische Anleigen dürften noch einmal purzeln

Händler und Analysten gingen dennoch davon aus, dass die griechischen Anleihen kurzfristig noch einmal ordentlich unter Druck geraten könnten. "Viele Fonds müssen aussteigen, aber man hat den Eindruck, dass sich einfach kein Käufer findet", sagte ein Händler. Auch die Europäische Zentralbank habe sich in den vergangenen Tagen bedeckt gehalten. Deshalb sei davon auszugehen, dass die Preise zum 30. Juni purzeln werden. "Und kaufen wird dann wohl doch die EZB, es gibt ja sonst niemanden, der dazu bereit wäre."

Profiteur dieser Aktionen dürfte wieder einmal der als sicherer Hafen geltende Bund-Future sein. Am Freitagnachmittag lag der Kontrakt zwar 26 Ticks niedriger bei 128,88 Zählern. "Aber das sind nur ein paar wenige Gewinnmitnahmen, das Interesse ist nach wie vor hoch", sagte ein Händler.

Vertrauenskrise des Euro hält an

Die erneuten Diskussionen rund um die griechische Kreditwürdigkeit gingen auch am Euro nicht spurlos vorüber. Die Gemeinschaftswährung fiel bis auf 1,2253 Dollar, nachdem sie im späten Vortagesgeschäft noch um 1,2325 Dollar gehandelt worden war. Auch der in Toronto beginnende G8-Gipfel dürfte nach Einschätzung der Commerzbank-Analysten keine Unterstützung bringen. "Denn letztlich droht ein offener Disput zwischen den USA und Europa, was die weitere Fiskalpolitik angeht", schrieben sie in einer Kurzstudie. "Sollte dieser Streit den Eindruck erwecken, dass die wichtigsten Wirtschaftsnationen nicht in der Lage sind, gemeinsame Krisenpolitik zu betreiben, könnten die Anleger wieder zunehmend risikoavers reagieren." Dies würde den Euro belasten.

Zum als sicheren Hafen geltenden Schweizer Franken fiel der Euro bis auf 1,3510 (spätes Vortagesgeschäft: 1,3587) Franken und war damit so günstig wie noch nie.

Quelle: RTR/awei

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Angestellte nutzen Privatgeräte auch im Job

Studie

Angestellte nutzen Privatgeräte auch im Job

Viele Unternehmen können oder wollen mit dem rasanten technischen Fortschritt nicht mithalten. Weil die Mitarbeiter von zu Hause aber Rechne ... mehr 

Nach Zwangsschließung der Fabrik

Müller-Brot-Chef räumt grobe Fehler ein

Müller-Brot-Chef Ostendorf hat "grobe Fehler" im Umgang mit den Lebensmittelkontrolleuren und der Öffentlichkeit eingeräumt. mehr 

Videos

Ringerin aus Krefeld trainiert für Olympiaqualifikation

Aline Focken ist 20 Jahre alt und träumt von Olympia. Die Krefelderin hat die Chance sich für die olympischen Spiele 2012 in ... mehr 

Autokamera filmt riesigen Lichtkegel

Das Video könnte auch aus einem Science-Fiction-Film sein. Blogger jedoch wollen herausgefunden haben, dass es die Explosion eines ... mehr 

THEMEN RATGEBER
Bilderserien Ratgeber
Neue Regeln für Telefonkunden
Neue Regeln für Telefonkunden
Telefonkunden sollen künftig deutlich besser .. mehr 
 
Neue Regeln für Telefonkunden
Neue Regeln für Telefonkunden
Telefonkunden sollen künftig deutlich besser ..
mehr 
Die wichtigsten Programme für die Arbeit am Computer
Die wichtigsten Programme für die Arbeit am Computer
Wir stellen Ihnen die wichtigsten Programme für ..
mehr 
Tipps zum Schutz vor Skimming
Tipps zum Schutz vor Skimming
Die Masche ist fast immer die Gleiche: Beim ..
mehr 
Die Geschichte der D-Mark
Die Geschichte der D-Mark
54 Jahre lang, von ihrer Einführung im Juni 1948 bis zur Ausgabe ..
mehr 
In Euro: Was Ihnen die Steuerreform bringt
In Euro: Was Ihnen die Steuerreform bringt
Die Koalition will die Steuern senken. Sechs ..
mehr 
Die erhöhten Bahnpreise ab 11.12.2011
Die erhöhten Bahnpreise ab 11.12.2011
Bahnfahren wird bald wieder teurer. Zum 11. ..
mehr 
Worauf Sie beim Heizölkauf achten sollten
Worauf Sie beim Heizölkauf achten sollten
Heizöl ist 2011 deutlich teurer als in den ..
mehr 
Die zehn meistgetesteten Produkte 2011
Die zehn meistgetesteten Produkte 2011
Handys werden besonders gerne getestet. Am ..
mehr 
 

Weitere Videos unter www.nrw-business.tv
Weitere Ratgeber-Themen

Mehr Informationen für Verbraucher gefordert

Behördenauskünfte werden vereinfacht

Verbraucher können ab September wesentlich einfacher und in der Regel kostenfrei von Behörden Informationen zu Lebensmitteln, Futtermitteln, Haushaltsgeräten, Möbeln und anderen Gegenständen erhalten. mehr

 

Preisvorteil schrumpft ohne Bonus-Effekt

Treue zu Strom-Grundversorger kostet viel Geld

 

Glücksspielmarkt Deutschland (Teil 1)

Jedes Jahr 100 neue Lotto-Millionäre

 

Reform des Telekommunikationsrechts

Deutlich mehr Rechte für Telefonkunden

 
 
 

Verbraucher profitieren von ständigen Preisnachlässen

2012 – das Jahr des Rabatts

 

Experten beantworten Leserfragen

So sparen Sie beim Heizen

Top-Services
 
RP Wirtschaft

Das Nachrichtenportal für die lokale Wirtschaft

Platzhalter Wirtschaft Konjunktur ddp 2010

Alle Wirtschaftsnachrichten für das nördliche Rheinland auf einen Blick finden Sie hier mehr