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Paris
Razzia bei Renault wegen des Abgas-Skandals

Paris. Der Autobauer Renault ist ins Visier der französischen Behörden geraten. Ein von der Regierung nach dem VW-Abgasskandal eingesetzter Ausschuss habe Teile und Werke geprüft, teilte Renault mit. Die bisherigen Tests hätten aber keine Hinweise auf manipulierte Abgaswerte ergeben. Zuvor hatte ein Vertreter der Gewerkschaft CTG erklärt, dass vergangene Woche Geschäftsräume von Renault durchsucht wurden.

"Betrachtet man die durchsuchten Geschäftsbereiche, könnte da ein Zusammenhang (zum Abgasskandal) bestehen", sagte CTG-Vertreter Florent Grimaldi. Die Nachricht schickte die Renault-Aktie auf Talfahrt, sie verlor zeitweise 23 Prozent, der Autobauer büßte rund fünf Milliarden Euro an Börsenwert ein und zog andere Autowerte mit. Volkswagen hatte 2015 auf Druck der US-Umweltbehörde zugegeben, Stickstoffwerte bei Diesel-Autos mit einer Software geschönt zu haben.

Seither steht auch die Konkurrenz unter Beobachtung. Renault-Rivale Peugeot erklärte, nicht von Ermittlern durchsucht worden zu sein. Die Abgastests des Ministeriums wiesen keine Anomalitäten auf. Auch der Daimler-Konzern, der in Mercedes Diesel-Motoren der Franzosen einsetzt, betonte, keine manipulierte Software verwendet zu haben.

(rtr)
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