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Leipzig
Rechtsradikale hatten offenbar Einfluss auf Unister

Leipzig. Zwei ehemals führende Rechtsextremisten aus Österreich haben offenbar von 2013 an wesentlichen Einfluss auf das Management des Leipziger Reisekonzern Unister ausgeübt. Wie gemeinsame Recherchen der "Sächsischen Zeitung" und der "Zeit" ergaben, war einer von ihnen der gebürtige Innsbrucker und frühere Republikaner-Funktionär Reinhard Rade. Er habe sich das Vertrauen von Unister-Chef Thomas Wagner und der langjährigen Nummer zwei der Firma, Daniel Kirchhof, erworben.

Rade sei als "Berater der Gesellschafter und Sonderbeauftragter der Geschäftsführung" tätig gewesen. Er habe 2015 das Unternehmen mit Sitz in der Schweiz an seinen Freund und Geschäftspartner Hans Jörg Schimanek weitergegeben. Dieser war in den 90er-Jahren wegen "nationalsozialistischer Wiederbetätigung" in Österreich zu acht Jahren Haft verurteilt worden.

(epd)
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