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London
Resistente Keime: Forscher fürchten Millionen Tote

London. Ohne Gegenmaßnahmen könnten weltweit künftig zehn Millionen Menschen pro Jahr an resistenten Bakterien sterben. Zu diesem Schluss kommt ein britischer Report, der gestern veröffentlicht wurde. Bereits heute kämen pro Jahr 700.000 Menschen durch Infektionen mit antibiotika-resistenten Keimen ums Leben. Bis 2050 könne sich diese Zahl mehr als verzehnfachen. Die Regierung Großbritanniens hatte die Studie einer Forschergruppe um den britischen Ökonomen Jim O'Neill in Auftrag gegeben. In einem Zehn-Punkte-Programm fordert das Team, den Gebrauch von Antibiotika in der Landwirtschaft einzuschränken und die Resistenzen stärker zu überwachen. Nötig sei zudem ein weltweiter Fonds zur Entwicklung neuer Antibiotika und ein globaler Bund im Kampf gegen Resistenzen.

(dpa)
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