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Bonn
Restaurant-Kette Vapiano will 2017 an die Börse

Bonn. Die Restaurant-Kette Vapiano will expandieren. Das Bonner Unternehmen bereitet laut Finanzkreisen einen Börsengang im kommenden Jahr vor. Das Unternehmen und seine Eigentümer seien bereits dabei, Investmentbanken auszuwählen, die sie an die Börse begleiten sollten, sagten zwei mit den Plänen vertraute Personen.

Die 2002 gegründete Pasta- und Pizza-Kette, die zusammen mit Franchisenehmern inzwischen 175 Selbstbedienungs-Restaurants in 31 Ländern betreibt, könnte dabei einschließlich Schulden mit 600 Millionen Euro bewertet werden. Mit dem Erlös aus der Emission, der bei 200 Millionen Euro liegen könnte, soll das weitere Wachstum der Kette finanziert werden.

Vapiano und seine Gesellschafter wollten sich zu den Plänen nicht äußern. Der seit Herbst 2015 amtierende Vapiano-Chef Jochen Halfmann sprach von "Gerüchten und Spekulationen aus der Branche". Im vergangenen Jahr hatten Vorwürfe von ehemaligen Mitarbeitern um manipulierte Stundenzettel und verlängerte Haltbarkeitsdaten von Lebensmitteln Schlagzeilen gemacht. Halfmann sprach damals von Einzelfällen. Er legte ein Programm auf, um die Wartezeiten für die Gäste zu verkürzen.

Größter Eigentümer von Vapiano ist seit 2011 die Vermögensverwaltung Mayfair der früheren Tchibo-Mitgesellschafter Günter und Daniela Herz, die 44 Prozent hält. Firmengründer Georg Gerlach gehören noch 30 Prozent, dem Wella-Erben Hans-Jochen Sander 26 Prozent.

Allein in Deutschland hat Vapiano zuletzt mit 74 Restaurants 191 Millionen Euro umgesetzt, global lag der Umsatz fast beim Doppelten. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 10.000 Mitarbeiter. Insidern zufolge kalkuliert die Kette mit einem operativen Gewinn von 30 bis 35 Millionen Euro. Vergleichbare Unternehmen wie Domino's Pizza ("Joey's Pizza") werden mit dem 20-Fachen des Ebitda bewertet.

(rtr)
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