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Köln
Rewe wirft Gabriel abgekartetes Spiel bei Kaiser's vor

Köln. Der Streit um die Übernahme von Kaiser's Tengelmann durch Edeka geht weiter. Alain Caparros, Chef des Konkurrenten Rewe, wirft Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel ein "abgekartetes Spiel" vor. Rewe habe als erster ein verbindliches Angebot abgegeben. Er habe seinem Angebot sogar einen Vermerk hinzugefügt, dass Rewe auf jeden Fall den gleichen Preis zahlen würde wie andere Bieter, sagte Caparros dem "Spiegel". Sein Konzern habe alles versucht, um einen Termin bei Gabriel zu bekommen. Rewe habe aber die Auskunft bekommen, dass keiner während des Verfahrens mit ihm sprechen könne.

Gabriel habe jedoch die Konkurrenz eingeladen. "Das war offenbar von Anfang an ein abgekartetes Spiel", so Caparros. Gabriels Sprecherin sagte: "Das Ministererlaubnisverfahren ist rechtmäßig durchgeführt worden. Die Gespräche mit den Antragstellern waren üblich, notwendig und zulässig." Das Oberlandesgericht verhandelt im Hauptsacheverfahren am 16. November über die von Rewe eingelegte Beschwerde gegen die Ministererlaubnis.

(dpa)
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