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| 08.27 Uhr

Düsseldorf
Rohstoffe sind derzeit ein heißes Eisen für Investoren

Düsseldorf. Das Jahr 2016 sorgte für Überraschungen an der Börse: Der Dax verlor knapp zwölf Prozent an Wert, Brent-Öl wurde rund elf Prozent günstiger, dafür ist der Goldpreis auf Höhenflug. Welche Rohstoffe sind noch geeignete Geldanlagen, wenn es an den Finanzmärkten kracht?

Nicht nur das Öl, auch die Ölaktien haben sich in den letzten Monaten drastisch verbilligt. Im Januar 2016 unterschritt der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent erstmals seit 2003 die Marke von 30 Dollar. "Die Aussicht auf ein anhaltendes Überangebot an Rohöl durch die Aufhebung der Handelssanktionen gegenüber dem Iran dürfte die Preise zusätzlich unter Druck setzen", sagt Ulrich Stephan, Chefanlagestratege für Privat- und Firmenkunden der Deutschen Bank. Auch wenn Investment-Legenden wie Warren Buffet nach dem Credo leben: "Sei gierig, wenn andere ängstlich sind" - für Otto Normalverbraucher ist Öl wohl auf nicht absehbare Zeit ein heißes Eisen.

Nicht besser sieht es bei Industriemetallen aus. "Die Preisentwicklung könnte etwa durch eine weitere Abwertung des chinesischen Renminbi und die dadurch geringere Nachfrage aus China belastet werden", erklärt Stephan. Hinzu kommt: Seit einem Jahr liefern sich Vale, Rio Tinto und BHP Billiton, die drei Marktführer in Sachen Eisenerz, dem Grundstoff für die Stahlproduktion, einen knallharten Preiskampf. Im Gerangel um Marktanteile produzieren sie mehr, als der Markt aufnehmen kann. Der Preis für Eisenerz ist in den vergangenen drei Monaten um rund sieben Prozent gefallen. Stephans Fazit: Rohstoffinvestments scheinen derzeit kaum interessant.

Ausnahmen bestätigen die Regel: Seit Anfang des Jahres erlebt Edelmetall ein Comeback, ist der Goldpreis je Feinunze (31 Gramm) um rund 150 Dollar gestiegen. In der ersten Februarhälfte erreichte der Preis ein Zwölfmonatshoch von 1261 Dollar. Der Grund: Anleger scheinen bei dem Auf und Ab an der Börse gegenüber Aktien-Investments skeptisch zu sein. Angesichts des Einbruchs am Öl- und Rohstoffmarkt flüchten sie stattdessen lieber in die als sicherer Hafen geltende Anlage Gold.

Die Goldman Sachs-Analysten sehen die Sorge indes als übertrieben an und rechnen damit, dass der Goldpreis in den kommenden drei Monaten wieder bis auf 1100 Dollar sinken wird. In den nächsten zwölf Monaten sehen sie ihn sogar ungefähr bei 1000 Dollar.

(beaw)
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