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Irischer Konzern lenkt ein
Ryanair-Piloten sagen Streiks ab

Ryanair: Piloten sagen geplanten Streik ab
Eine Ryanair-Maschine in Rom. Auch italienische Piloten sagten den Streik ab. FOTO: afp
Dublin. Ryanair-Passagiere können aufatmen. Der irische Billigflieger will noch vor Weihnachten mit den Gewerkschaften über die Arbeitsbedingungen der Piloten sprechen, um Streiks zu verhindern.

Gewerkschaften in Irland und Portugal haben nach den jüngsten Zugeständnissen des Billigfliegers Ryanair geplante Streiks abgesagt. Sie hatten für Mittwoch mit 24-stündigen Arbeitsniederlegungen gedroht. Das hätte den Lufthansa-Konkurrenten vor Weihnachten stark getroffen.

Die irische Gewerkschaft Impact sagte am Sonntag, sie werde das Ryanair-Management nun am Dienstag treffen und hoffe auf eine gute Beziehung zum Unternehmen. Zuletzt waren Streikpläne in Italien wieder zurückgenommen worden. Der irische Konzern hatte am Freitag im Streit mit seinen Piloten eingelenkt und lässt nun erstmals in der 32-jährigen Firmengeschichte Gewerkschaften zu. An der Börse war die Aktie daraufhin um mehr als acht Prozent eingebrochen.

Mit der deutschen Vereinigung Cockpit (VC) plane Ryanair am Mittwoch Gespräche über die Anerkennung der Pilotengewerkschaft, hieß es. VC habe dem Termin zugestimmt, erklärte Ryanair-Vorstand Peter Bellew am Wochenende auf Instagram. "Jetzt liegt es an Ryanair, die Ernsthaftigkeit dieser Ankündigung zu belegen", hatte VC-Präsident Ilja Schulz am Freitag erklärt.

Mit der portugiesischen Gewerkschaft Spac willl der Konzern am Donnerstag reden. Im Januar sind Treffen mit den britischen und italienischen Pilotenvertretern geplant.

(juju/reu)
 
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