| 08.53 Uhr

Berlin
Sammelklage wegen Pleite von Air Berlin

Berlin. Der Berliner Anwalt Lothar Müller-Güldemeister bereitet eine Sammelklage der Passagiere von Air Berlin vor. Dies bestätigte er gestern. Verklagt werden soll unter anderem Vorstandschef Thomas Winkelmann. Er habe sich schuldig gemacht, weil er bis zur Insolvenz am 15. August rund 200.000 dann verfallene Tickets verkaufen ließ, obwohl ihm die schwierige Lage klar gewesen sei und obwohl er sein Gehalt per Bürgschaft absichern ließ, so der Vorwurf. Ein Air-Berlin-Sprecher erklärte, man habe Tickets nur weiter vertrieben, weil Hauptaktionär Etihad versprochen habe, den Betrieb noch lange zu unterstützen.

Nun prüfe der Insolvenzverwalter, ob Etihad für den Bruch der Zusage haften muss. Derweil startete Easyjet gestern in Berlin den Betrieb mit von Air Berlin übernommenen Jets. Die Flüge von Berlin nach Düsseldorf sind im Vergleich zu Eurowings, das zeitweise Strecken-Monopolist war, günstig.

(rky)
 
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