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Riad
Saudi-Arabien rügt deutsche Rüstungspolitik

Riad. Saudi-Arabien hat offenbar kein Interesse mehr an einem Großeinkauf von "Leopard"-Kampfpanzern und könnte künftig auch bei anderen Waffengeschäften mit Deutschland zurückhaltend sein. "Die klare Wahrheit ist, dass wir an dem Panzergeschäft nicht interessiert sind", sagte der neue Botschafter des Landes in Deutschland, Awwad S. Alawwad, dem "Tagesspiegel". Waffengeschäfte seien für die Beziehung zwischen Deutschland und Saudi-Arabien "nicht ausschlaggebend", da deutsche Lieferungen weniger als ein Prozent der saudischen Rüstungsimporte ausmachten.

Der Diplomat kritisierte, die Debatte über Rüstungsexporte nach Saudi-Arabien werde in Deutschland "für interne politische Auseinandersetzungen missbraucht". Waffengeschäfte mit Saudi-Arabien stehen wegen des Vorwurfs gravierender Menschenrechts- und Rechtsstaatlichkeitsmängeln seit geraumer Zeit in Deutschland heftig in der Kritik. Hinter dem Export-Schlager "Leopard" steht ein Konsortium zu dem neben dem Panzerhersteller KMW auch Rheinmetall zählt.

(rtr)
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