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Stuttgart
Schlecker-Prozess: Wirtschaftsprüfer wehrt sich

Stuttgart. Im Prozess gegen den früheren Drogeriekettenbetreiber Anton Schlecker hat einer der mitangeklagten Wirtschaftsprüfer den Vorwurf zurückgewiesen, er habe Bilanzfälschung gedeckt. Die über ein Darlehen finanzierte Privateinlage von Schlecker im Jahr 2009 sei zu Recht als Eigenkapital ausgewiesen worden, erklärte der Mitarbeiter der Prüfungsgesellschaft EY (Ernst & Young). Schlecker hatte einen Kredit von rund 50 Millionen Euro von der Schlecker LDG, der Logistikfirma seiner Kinder Lars und Meike, in das laut Anklage schon 2009 zahlungsunfähige Unternehmen als Einlage verbucht, um Verluste auszugleichen.

Nach Darstellung des Prüfers war das bilanzrechtlich korrekt. Laut der Anklage war das Unternehmen bereits im Jahr 2009 pleite, die Insolvenz wurde aber erst Anfang 2012 angemeldet. Schlecker habe zu diesem Zeitpunkt weder nennenswertes Vermögen gehabt, um die seit Jahren angefallenen Verluste auszugleichen, noch Aussicht auf Kredite. Für den Wirtschaftsprüfer war das nach eigener Darstellung nicht ersichtlich.

(rtr)
 
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