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Wien
Schuldenschnitt bei Heta trifft Gläubiger hart

Wien. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) will weiterhin keine Einbußen bei seinen Forderungen gegenüber der österreichischen Krisenbank Heta hinnehmen. Im Streit mit Kärnten über die Abwicklung der Heta sei noch immer eine gütliche Einigung möglich, teilte der Verband mit. Aus Sicht der deutschen Versicherungswirtschaft müsse es aber zur vollständigen Rückzahlung kommen. Gestern hatte die österreichische Finanzmarktaufsicht einen milliardenschweren Schuldenschnitt über die Heta - die frühere Hypo Alpe Adria - verhängt.

Die Besitzer vorrangiger Anleihen verlieren knapp 54 Prozent ihrer Forderungen, Halter von nachrangigen Papieren gehen sogar komplett leer aus. Insgesamt müssen die Gläubiger damit auf insgesamt 6,4 Milliarden Euro verzichten. Diese Summe dürften die Investoren nun beim Bundesland Kärnten einfordern, das Haftungen für die Heta-Papiere übernommen hatte. Da sich Kärnten nicht in der Lage sieht, die Forderungen vollständig zu bezahlen, rechnet der GDV mit jahrelangen Rechtsstreitigkeiten.

(rtr)
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