NRW bleib auf 47 Millionen Euro sitzen: Schweinegrippe-Impfstoff wird verbrannt
zuletzt aktualisiert: 16.08.2011 - 18:31Frankfurt, 16. August (RPO). Ein Jahr nachdem die Weltgesundheitsorganisation die Pandemie für beendet erklärt hat, wird nun auch der von den Bundesländern eingelagerte Schweinegrippeimpfstoff Pandemrix vernichtet.
Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet, haben die Landesregierungen Sachsen-Anhalt damit beauftragt, Angebote bei Entsorgungsfirmen einzuholen. Der Impfstoff soll demnach in einer Müllverbrennungsanlage vernichtet werden.
Insgesamt handelt es sich um bis zu 30 Millionen Dosen im Wert von etwa 250 Millionen Euro, die nicht verimpft wurden. Allein das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen hat noch mehr als sechs Millionen der 7,1 Millionen angeschafften Impfstoff-Dosen eingelagert, wie die F.A.Z. weiter berichtet.
Statt wie geplant gut 30 Prozent der 18 Millionen Einwohner ließen sich während der Pandemie weit weniger als zehn Prozent gegen das H1N1-Virus impfen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Düsseldorf bleibt allein Nordrhein-Westfalen auf knapp 47 Millionen Euro für die Beschaffung, Lagerung und Entsorgung sitzen.
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