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Düsseldorf
Smartes Geschenk fürs Handgelenk

Düsseldorf. Egal ob Fitnessarmbänder oder Smartwatches: So genannte Wearables sind zu Weihnachten beliebter denn je.Für welches Gerät man sich entscheidet, hängt stark von den persönlichen Bedürfnissen und vom Geldbeutel ab. Von Ludwig Krause

Smartphones und Tablets gehören schon längst zu den Rennern unter dem Weihnachtsbaum. Auf dem Vormarsch sind aber auch Wearables wie Smartwatches oder Fitnessarmbänder. Dem Branchendienst Bitkom zufolge plant jeder siebte Deutsche (14 Prozent), eine Smartwatch zu verschenken. Damit müssten sich sogar E-Book-Reader geschlagen geben.

Was leisten die Geräte?

Smartwatches lassen sich mit dem Smartphone verbinden und können damit deutlich mehr, als nur die Zeit anzeigen. Immer mehr Apps sind speziell für die Uhren konzipiert: So lassen sich Kurznachrichten beantworten, Anrufe annehmen, Navigationskarten oder Eilmeldungen auf der Uhr anzeigen. Die meisten Smartphones sind dank Schritt- und Pulszähler auch als Fitnessarmbänder nutzbar. Ihr Akku macht aber deutlich eher schlapp. Fitnessarmbänder sollen in Verbindung mit Smartphone-Apps dafür sorgen, dass man sich zielgenau in Form bringt. Sie analysieren den Tagesablauf, messen die Schlafzeiten oder die Körperdaten beim Sport. Wer die Armbänder nicht nur beim Joggen und Radfahren trägt, sondern auch beim Schwimmen, sollte ein entsprechend ausgelegtes Modell wählen. So ist Garmins Vivoactive bis zu 50 Metern Tiefe wasserdicht.

Wie teuer sind die Geräte?

Einige Smartwatches sind schon für unter 100 Euro zu bekommen, etwa die LG G Watch W100. Dabei muss man aber Einschränkungen bei Ausstattung und Akku in Kauf nehmen. Die Pebble Time überzeugt in vielen Tests bei einem Preis von etwa 199 Euro, einer der größten Herausforderer Apples ist wie bei Smartphones und Tablets Samsung. Die Gear S2 Classic ist für etwa 370 Euro erhältlich. Die Luxusvariante kommt von Apple: 13.000 Euro kostet die Apple Watch Edition mit 18 Karat Roségold. Fitnessarmbänder sind in der Regel deutlich günstiger als die Uhren. Das Mittelklassegerät Vivofit von Garmin ist bereits ab etwa 60 Euro zu haben. Das Fitbit Surge leistet deutlich mehr, liegt aber auch bei 215 Euro.

Wie sehen die Geräte aus?

Gerade die ersten Smartwatch-Modelle litten noch sehr darunter, zu klobig zu wirken. Beim Aussehen dürfte mittlerweile für jeden Geschmack etwas dabei sein. Die meisten liegen sehr komfortabel am Arm. Während Motorolas Moto 360 mit seinem runden Bildschirm sehr klassisch anmutet, wirkt das eckige Design von Apples Watch Sport deutlich futuristischer. Bei vielen Modellen lassen sich die Armbänder von vornherein in Farbe und Material wählen. Dafür zahlt man dann aber je nach Modell einen deutlichen Aufpreis. Bei Fitnessarmbändern liegt der Fokus weniger auf Extravaganz. Sportlich schlank kommts Samsungs Gear Fit daher, das außerdem durch ein Amoled-Display besticht. Ein gelungener Hybrid ist Garmins Vivoactive. Das Gerät hat nicht nur optisch große Ähnlichkeit mit einer Smartwatch, es kann auch Nachrichten, E-Mails oder Kalendereinträge anzeigen.

Wie lange hält der Akku?

Hier zeigen Smartwatches immer noch Schwächen, viele Modelle müssen täglich aufgeladen werden. Auch die Apple Watch Sport ist da mit etwas über 20 Stunden keine Ausnahme. Etwas besser macht es Samsungs Gear S2 Classic mit über 30 Stunden. Beim Akku kann die Pebble Time punkten: Mehr als 76 Stunden hat sie in Tests durchgehalten. Sehr beachtlich für eine Smartwatch. Beim Akku können die Fitnessarmbänder auftrumpfen. Sie halten in der Regel ohne Probleme mehrere Tage und lassen Smartwatches weit hinter sich. So hält Garmins Vivoactive starke zehn Tage im Mischbetrieb durch.

Quelle: RP
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