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Düsseldorf
SMS Group baut 1200 Stellen ab

Düsseldorf. Die Standorte des Anlagenbauers in Hilden und Aachen werden geschlossen. Von Thorsten Breitkopf

Der Maschinen- und Anlagenbauer SMS Group baut in Deutschland fast jeden vierten Arbeitsplatz ab. Bis zum Jahr 2017 soll die Zahl der Mitarbeiter um 1200 auf dann rund 4050 gesenkt werden. Ende 2014 hatte SMS noch 5250 Beschäftigte in Deutschland, wie der Konzern gestern mitteilte. Ein großer Teil des Stellenabbaus soll sozialverträglich gelöst werden. Instrumente sind dabei Regelungen zur Altersteilzeit, Rente mit 63 für langjährig Versicherte und Versetzungen in das Servicegeschäft. Außerdem gibt es einen Einstellungsstopp.

Bereits vor gut einem Jahr hatte SMS-Eigentümer Heinrich Weiss im Interview mit unserer Redaktion betriebsbedingte Kündigungen nicht ausgeschlossen. Gestern gab SMS bekannt, dass im Rahmen der Sparmaßnahmen 200 Mitarbeiter entlassen werden müssen. Dazu soll eine Transfergesellschaft gegründet werden, die betroffenen Beschäftigten erhalten Abfindungen, sagte ein Sprecher. 90 Entlassungen soll es am Standort Hilchenbach im Siegerland geben, 50 Kündigungen gibt es zusammen in Aachen, Mönchengladbach und Witten. In Düsseldorf soll knapp 60 Mitarbeitern betriebsbedingt gekündigt werden.

Nach Informationen unserer Redaktion aus dem Betriebsumfeld werden die Standorte Aachen und Hilden geschlossen, Hilden bereits Ende des Jahres. Dort arbeiten 140 Beschäftigte. Ein Großteil wird bald in Düsseldorf tätig sein.

Als Grund für den Stellenabbau nennt SMS einen Auftragsrückgang im Zuge der weltweit anhaltenden Krise in der Stahl-, Kupfer-, und Aluminiumindustrie. SMS stellt unter anderem ganze Stahlwerke her.

Quelle: RP
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