| 09.02 Uhr

Düsseldorf
Spanische Mutter ACS könnte Einfluss bei Hochtief ausbauen

Düsseldorf. Das Umbauprogramm von Hochtief-Chef Marcelino Fernandez Verdes zeigt Wirkung. Der Essener Baukonzern hat seinen operativen Konzerngewinn 2015 um rund 40 Prozent auf 265 Millionen Euro gesteigert. Besonders bemerkenswert: Das zuletzt schwache Europa-Geschäft wirft wieder Gewinn ab. Dort erzielte Hochtief einen - wenn auch nur bescheidenen - operativen Gewinn von neun Millionen Euro. Auch Neueinstellungen seien nun wieder möglich, sagte der Hochtief-Chef. Fernandez Verdes geht von einer steigenden Investitionstätigkeit in Straßen, Brücken und Gebäude in Europa aus. Für 2016 peilt Hochtief einen operativen Gewinn von 300 bis 360 Millionen Euro an.

Die guten Zahlen dürften insbesondere den spanischen Mutterkonzern ACS freuen, der knapp zwei Drittel der Hochtief-Anteile hält. Der bekommt nicht nur eine um 30 Cent auf zwei Euro angehobene Dividende je Aktie, sondern weiteren Einfluss bei der deutschen Tochter. Mit dem seit 2014 laufenden Aktienrückkaufprogramm wurden inzwischen knapp sechs Prozent zurückgekauft. Ein Rückkauf von weiteren vier Prozent bis Ende September sei zudem im Januar beschlossen worden, heißt es bei Hochtief. Nach Angaben von Finanzvorstand Peter Sassenfeld sei ein Einstampfen der Aktien durchaus denkbar: "Ein Aktieneinzug ist eine klare Alternative, aber es gibt noch keinen Beschluss dafür."

(maxi)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Düsseldorf: Spanische Mutter ACS könnte Einfluss bei Hochtief ausbauen


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.