Landesbank Berlin: Sparkassenverband erhält Zuschlag
zuletzt aktualisiert: 15.06.2007 - 12:10Berlin (RPO). Im monatelangen Bieterkampf um die Landesbank Berlin (LBB) hat sich der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) durchgesetzt. Der DSGV zahlt 4,6 Milliarden Euro an das Land Berlin, wie der Senat und der Sparkassenverband mitteilten.
Das Land musste seinen Anteil von 81 Prozent wegen einer EU-Auflage verkaufen. Die LBB beschäftigt rund 7900 Mitarbeiter. Bei einer Bilanzsumme von 141,6 Milliarden Euro hatte die LBB-Holding 2006 einen Überschuss von 685 Millionen Euro ausgewiesen. Zunächst hatten 19 potenzielle Käufer beim Senat ihr Interesse bekundet. Der Erlös soll in ein Sondervermögen eingebracht werden und Risiken abdecken, die das Land zur Rettung der damaligen Bankgesellschaft Berlin übernommen hatte.
Riskante Immobiliengeschäfte hatten die Bankgesellschaft in den Jahren 2001 und 2002 fast in die Pleite getrieben. Um eine Pleite zu verhindern, steckte das Land 1,7 Milliarden Euro in den Konzern und übernahm Risiken von rund 21 Milliarden Euro. In der Folge des Skandals zerbrach auch die Große Koalition von CDU und SPD in Berlin.
Der Verkauf der Landesbank Berlin durfte nach einer Vorgabe der EU-Kommission nicht an Beschäftigungsgarantien geknüpft werden. Die Brüsseler Behörde hatte die Forderung des Berliner Abgeordnetenhauses, beim Verkauf müsse der Erhalt von rund 7000 Arbeitsplätzen sowie der Sitz der in Berlin garantiert werden, für europarechtswidrig erklärt.
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