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Spritpreis
Diesel kostet an manchen Zapfsäulen weniger als 90 Cent

Spritpreise: Diesel kostet an manchen Zapfsäulen weniger als 90 Cent
Eine Tankstelle weist am 13.01.2016 in Hamburg einen Dieselpreis von 89,9 Cent aus. FOTO: dpa, ahe htf gfh
Berlin/München . Die fallenden Ölpreise drücken weiter auch auf die Spritpreise. Diesel ist derzeit so günstig wie seit Jahren nicht.
An einigen Tankstellen kostete am Mittwochmittag ein Liter mit 0,899 Euro sogar weniger als 90 Cent.

Das geht aus den Daten der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe des Bundeskartellamts hervor. In vielen Orten mussten Autofahrer oft nur wenig mehr als 90 Cent für einen Liter Diesel bezahlen, es gab aber auch Tankstellen, an denen der Kraftstoff deutlich teurer war.

Das liegt daran, dass es keinen einheitlichen Preis gibt. Die Literpreise schwanken nicht nur abhängig vom Wochentag oder der Region massiv, sie unterscheiden sich auch von Tankstelle zu Tankstelle. In Hannover etwa lag am Mittwoch der Dieselpreis an einigen Tankstellen bei 93 Cent, an anderen bei knapp 1,02 Euro. Um längerfristige Entwicklung abzubilden, erhebt etwa der ADAC einmal in der Wochen einen bundesweiten Durchschnittspreis.

Inzwischen nährt sich der Dieselpreis dank der weiter fallenden Ölpreise auch im Bundesschnitt wieder der 1-Euro-Marke, wie der Autoclub in München mitteilte. Laut ADAC kostet der Liter Diesel derzeit im Schnitt 1,002 Euro, 2,3 Cent weniger als vor einer Woche. Billiger war Diesel im Durchschnitt mit 99,6 Cent am 23. März 2009, also vor rund sechs Jahren. Auch Super E10 ist erneut billiger geworden und kostet derzeit 1,243 Euro je Liter.

Damit sind die Spritpreise weit von den Höchstständen entfernt, die 2012 die politische Debatte um die Benzin- und Dieselpreise angeheizt hatte. Zeitweise war der Preis für Super E10 damals auf über 1,70 Euro gestiegen. Doch seit Jahren geht es nach unten. 2015 war das dritte Jahr in Folge mit sinkenden Spritpreisen - zumindest im Jahresdurchschnitt.

Ein wichtiger Grund sind die niedrigen Ölpreise, die sich derzeit Ständen nähren, die seit vielen Jahren nicht erreicht wurden. Eine ähnliche Situation gab es zu Beginn des Jahres 2009. Am Dienstagabend war der Preis für WTI-Rohöl sogar erstmals seit Dezember 2003 unter die Marke von 30 Dollar gefallen. Im Tief hatte er 29,93 Dollar gekostet.

 

(felt/dpa)
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