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Kassel
Staatsanwalt fordert von K+S 325 Millionen Euro

Kassel. Wegen des Verdachts der unerlaubten Abfallentsorgung fordert die Staatsanwaltschaft 325 Millionen Euro vom Salz- und Düngemittelkonzern K+S. Durch die laut Anklage rechtswidrige Versenkung von 9,5 Millionen Kubikmeter Salzabfällen habe K+S mehr Kalidünger produzieren können, berichtete die "Wirtschaftswoche". Diese Einnahmen soll der Kasseler Konzern nun zurückzahlen. Die Staatsanwaltschaft werfe zudem Vorstandschef Nobert Steiner und Aufsichtsratschef Ralf Bethke vor, auf Behördenvertreter eingewirkt zu haben, um eine Genehmigung zur Versenkung der bei der Kaliproduktion anfallenden Abwässer zu erlangen.

Staatsanwaltschaft und K+S wollten sich nicht äußern. Beim Landgericht Meiningen hieß es, die Anklage sei den Beschuldigten zugestellt worden. Ausgangspunkt ist eine Strafanzeige der thüringischen Gemeinde Gerstungen. Sie wirft K+S vor, von 1999 bis 2007 rund 9,5 Millionen Kubikmeter Abfall, insbesondere Salzlauge, in unterirdische Gesteinsschichten der Gerstunger Mulde versenkt zu haben.

(rtr)
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