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Strafprozess gegen Ex-Deutsche-Bank-Chefs
Staatsanwalt fordert: Ackermann und Breuer sollen in Haft

Staatsanwaltschaft: Ackermann und Breuer sollen ins Gefängnis
FOTO: AP, AP
München. Die ehemaligen Deutsche-Bank-Chefs Josef Ackermann und Rolf Breuer sollen wegen versuchten Betrugs ins Gefängnis, das hat die Staatsanwaltschaft am Dienstag gefordert.

Im Strafprozess um versuchten Betrug im Fall Kirch hat der Staatsanwalt vor dem Landgericht München Haftstrafen für die ehemaligen Deutsche-Bank-Chefs Rolf Breuer und Josef Ackermann gefordert. Für Ackermann beantragte er zweieinhalb Jahre Haft, für Breuer dreieinhalb Jahre.

Der amtierende Co-Chef der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen, soll aus Sicht des Staatsanwalts mit einem Jahr und drei Monaten auf Bewährung sowie zwei Millionen Euro Geldbuße bestraft werden. Die Beweisaufnahme habe den Vorwurf der Anklage voll umfänglich bestätigt.

Urteil wird Ende April erwartet

Der Vorsitzende Richter Peter Noll teilt diese Einschätzung aber nicht: Er hatte kurz vor dem Schlussvortrag bereits gesagt, dass der Prozess die Anklage nicht bestätigt habe. Fitschen und die anderen Angeklagten dürften nach diesen klaren Worten wohl trotz des Antrags der Staatsanwaltschaft nicht viel zu befürchten haben. Das Urteil soll voraussichtlich Ende April verkündet werden.

Die Staatsanwaltschaft ist davon überzeugt, dass Fitschen, Ackermann und Breuer sowie zwei weitere ehemalige Top-Banker der Deutschen Bank vor fünf Jahren Richter hinters Licht führen wollten, um die Deutsche Bank vor Schadenersatzzahlungen im Zusammenhang mit der Pleite des Medienkonzerns Kirch zu bewahren. Die Angeklagten hatten die Vorwürfe von Anfang an zurückgewiesen.

 

(tak/dpa)
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