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Düsseldorf
Stahlkrise treibt Verschuldung der Konzerne

Düsseldorf. Die Verschuldung der 30 größten Stahlfirmen ist einer Studie zufolge mit 150 Milliarden Dollar (132 Milliarden Euro) auf Rekordniveau. "Viele Stahlproduzenten sind in einer Notlage, einige am Rande der Insolvenz", heißt es in einer Analyse der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY. Die Hilfsbemühungen vieler Regierungen würden nur fruchten, wenn es in den Firmen tiefgreifende Restrukturierungen gebe. Die Unternehmen bräuchten tragfähige Geschäftsmodelle. Ein riesiges Überangebot drückt seit Längerem auf den Stahlpreis und setzt vielen Anbietern zu.

Vor allem China ist in die Kritik geraten, weil Unternehmen aus der Volksrepublik den Weltmarkt fluten. Gestern sorgten Übernahmespekulationen für Bewegungen an den Börsen. Der Branchendienst "Platts" berichtete unter Berufung auf einen Insider, Salzgitter und Thyssenkrupp seien in regierungsgeführten Gesprächen über einen Zusammenschluss ihrer Stahlsparten. Ein Sprecher von Salzgitter sagte, der Bericht entbehre jeder Grundlage. Thyssenkrupp lehnte einen Kommentar dazu ab.

(rtr)
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