| 08.33 Uhr

Hilden
Starker Dollar verdirbt Qiagens Bilanz für 2015

Hilden. Einst stand das Biotech-Unternehmen Qiagen für rasantes Wachstum, nun kommen die Mühen der Ebenen. "Unsere Performance im vierten Quartal fiel enttäuschend aus", teilte Qiagen mit. Das wirkte sich auf die Bilanz 2015 aus: Der Umsatz sank um fünf Prozent auf 1,28 Milliarden Dollar. Ursache sei zum einen der starke Dollar, in dem der an den Börsen in New York und Frankfurt gelistete Konzern seine Bilanzen ausweist. Ursache sei aber auch ein "Stolperer" im Dienstleistungsgeschäft für Pharmaunternehmen, wie Qiagen-Chef Peer Schatz sagte. Der Gewinn (Konzernergebnis) legte um drei Prozent auf gut 249 Millionen Dollar zu.

Die Qiagen-Aktie, die im TecDax notiert ist, hat seit Jahresanfang fast 20 Prozent verloren. Gestern reagierte sie auf die Bilanz mit einem Minus von 3,5 Prozent auf 19,62 Euro.

Nun will das in Hilden beheimatete Unternehmen wieder durchstarten. Besondere Hoffnung setzt es auf seinen "Gene-Reader", der das menschliche Genom lesen und dem Arzt Hinweise auf Tumoren und deren Behandlung geben kann. Aber auch der Umsatz mit HPV-Tests (Gebärmutterhalskrebs) soll wieder zulegen, obwohl die Preise durch die hohe Konkurrenz auf ein Viertel eingebrochen sind.

Peer Schatz versprach: "Wir kontrollieren weiter die Kosten, aber es wird 2016 kein Sparprogramm geben." Vor allem setze man auf Innovationen. Das werden die Mitarbeiter gerne hören: Qiagen, das einst als Ausgründung aus der Uni Düsseldorf entstand, hat heute 4500 Mitarbeiter, allein in Deutschland ist die Zahl der Beschäftigten 2015 um 100 auf 1400 gestiegen. Vor allem Bioinformatiker hat man eingestellt.

(anh)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Hilden: Starker Dollar verdirbt Qiagens Bilanz für 2015


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.