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Berlin
Steuereinnahmen im August kaum mehr gestiegen

Berlin. Die Steuereinnahmen sind im August gegenüber dem Vorjahresmonat nur leicht um 0,5 Prozent gestiegen. Das geht aus dem Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums hervor, der unserer Redaktion vorliegt. Nach dem Einnahmerückgang im Juli sei damit auch im August die Aufkommensentwicklung "wesentlich schwächer" als im ersten Halbjahr 2016 gewesen, in dem ein Plus von insgesamt 5,8 Prozent verbucht worden sei. Daraus sei aber "noch keine Trendumkehr" zum Negativen abzuleiten, heißt es in dem Ministeriumsbericht. Im ersten Halbjahr seien manche Einnahmen früher gekommen als sonst.

Grundsätzlich sei die Entwicklung der Steuereinnahmen weiterhin positiv. Im Zeitraum Januar bis August sei das Steueraufkommen um 4,1 Prozent gestiegen und damit derzeit noch höher als bei der letzten Steuerschätzung prognostiziert. Allerdings werde sich der Einnahmezuwachs im weiteren Jahresverlauf "voraussichtlich weiter abschwächen, da noch erhebliche Einnahmeminderungen erwartet werden".

Allein die Steuereinnahmen des Bundes seien im August um 3,7 Prozent gesunken, so der Bericht. Vor allem die Tabaksteuer, die ausschließlich dem Bund zusteht, sei um 20 Prozent eingebrochen. Dagegen sind die Ländereinnahmen um 3,4 Prozent gestiegen. Der Anteil der Gemeinden am Aufkommen der gemeinschaftlichen Steuern verringerte sich um 1,8 Prozent.

Die Umsatzsteuer, die ein Viertel aller Steuereinnahmen des Staates ausmacht, entwickelte sich im August schwächer als zuvor und nahm nur noch um 0,9 Prozent zu. Kumuliert bis August, lag das Umsatzsteueraufkommen aber immer noch um 3,4 Prozent höher als im bereits starken Vorjahr.

(mar)
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