Marburger Bund: Streik der Klinkärzte zeichnet sich ab
zuletzt aktualisiert: 14.03.2006 - 12:56Berlin (rpo). Die Streiks im Öffentlichen Dienst gehen unvermindert weiter, auch die Metaller haben schon flächendeckend Arbeitsniederlegungen angekündigt. Und jetzt droht auch noch ein Streik der Klinikärzte. Bei der Urabstimmung unter den Ärzten an Universitätskliniken zeichnet sich nach Angaben des Marburger Bunds jedenfalls eine überwältigende Mehrheit für einen unbefristeten Streik ab.
Dies teilte ein Sprecher am Dienstag in Berlin mit. Er bezog sich auf erste Hochrechnungen, die eine Zustimmungsquote von weit über 90 Prozent zeigten. Die Abstimmung soll noch bis Dienstagabend laufen. Das Endergebnis soll auf einer Pressekonferenz am Mittwoch in Berlin mitgeteilt werden. Der Streik könnte am Donnerstag beginnen, falls mindestens 75 Prozent der Teilnehmer an der Urabstimmung mit Ja stimmen. Der Sprecher sagte, die Beteiligung sei hoch.
Der Marburger Bund versucht, für die 22.000 Ärzte an insgesamt 34 deutschen Unikliniken kürzere Arbeitszeiten, voll bezahlte Überstunden und bis zu 30 Prozent höhere Gehälter durchzusetzen. Die Ärztegewerkschaft hatte die Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder vergangene Woche für gescheitert erklärt.
Die hohe Zustimmungsquote bei den bisherigen Teilnehmern der Urabstimmung sei ein Signal, dass die Ärzte ihr gutes Recht wahrnehmen wollten, für anständige Arbeitsbedingungen und bessere Vergütung zu kämpfen, sagte der Verbandssprecher.
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