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Köln
Studie: Deutsche setzen bei Nahrung häufiger auf Bio

Köln. Bio-Lebensmittel haben sich einer Studie zufolge von der Nische zum "Mainstream" entwickelt. Bio habe nun praktisch alle Haushalte erreicht, sagte Robert Kecskes vom Marktforschungsinstitut GfK kurz vor dem heutigen Start der weltgrößten Ernährungsmesse Anuga in Köln. Der Umsatz mit Bio-Lebensmitteln sei zuletzt auf einen Jahreswert von gut sechs Milliarden Euro gewachsen. Ein großer Trend seien proteinhaltige Produkte. "Das geht durch die Decke." Dieser Bereich spiele aber noch eine kleine Rolle.

Stark wachsen würden zudem Free-From-Angebote - ohne Gluten, Zucker oder Laktose. Auch der Bereich "Superfood-Modern" etwa mit Chia-Samen oder exotischen Pflanzenextrakten verzeichnet Zuwächse, wie aus der Untersuchung "Consumers Choice 2017" von GfK und Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) hervorgeht. BVE-Hauptgeschäftsführer Christoph Minhoff betonte, ausgewogene Ernährung und der Frische-Aspekt seien Kunden immer wichtiger. Neben Protein legten Soja und Veggie deutlich zu.

Die Anuga verzeichnet in diesem Jahr einen Ausstellerrekord: Bis Mittwoch präsentieren 7400 Anbietern aus 107 Ländern in den Hallen der Kölner Messe ihr Sortiment. Sofort verzehrbare "Ready to Eat"-Produkte machen einen großen Anteil der ausgestellten Waren aus. Das Spektrum werde größer, sagte ein Sprecher der Koelnmesse. Erste Produzenten nutzen Insekten-Bestandteile, neu seien auch Zutaten wie Birkensaft. Die Anuga tischt Acai-Beeren-Müsli, Rote-Beete-Toasts, Chips mit Mint- oder Wasabi-Aroma auf. Außerdem werden Snackbällchen aus Grillen, fleischfreie Schnitzel, vegane Thunfisch-Ersatzprodukte oder Whisky-Cornichons präsentiert.

(dpa)
 
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