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Düsseldorf
Sturmtief "Ela" kostet die Provinzial 61 Millionen Euro

Vorher-Nachher: Sturm Ela wütete in Düsseldorf
Vorher-Nachher: Sturm Ela wütete in Düsseldorf FOTO: Andreas Endermann
Düsseldorf. Auch in diesem Jahr bleibt der Versicherungskonzern Provinzial Rheinland nicht von Unwetter-Belastungen verschont. Allerdings nehmen sich die Schäden, die durch die Frühjahrsstürme "Mike" und "Niklas" Ende März angerichtet worden sind, bescheiden aus im Vergleich zu jenen, die das Sturmtief "Ela" am Pfingstmontag des vergangenen Jahres auslöste. Letzteres hat die Provinzial Rheinland mehr als 61 Millionen Euro gekostet, "Mike" und "Niklas" verursachten nach derzeitigem Stand etwa 20 000 Schäden mit einem Aufwand von etwa 17,4 Millionen Euro, wie Provinzial-Chef Walter Tesarczyk gestern sagte. Vor allem die "Ela"-Belastung hat den versicherungstechnischen Bruttogewinn in der Sachversicherung um nahezu ein Viertel auf 103 Millionen Euro sinken lassen. Die Versicherungsarithmetik beschert dennoch ein Gewinnplus von mehr als fünf Prozent auf 98 Millionen Euro.

In der Lebensversicherung setzt die Provinzial Rheinland allen Abgesängen zum Trotz immer noch in großen Teilen auf die klassische Variante, auch wenn die mit anderen Garantieleistungen verbunden ist als früher. Dieses klassische Produkt macht nach Angaben von Vorstandsmitglied Guido Schaefers bei der Provinzial noch knapp die Hälfte des Neugeschäfts aus. Von Abschied ist nicht die Rede.

Die Lebensversicherung insgesamt hat 2014 noch vom Jahresendboom profitiert, bei dem sich Kunden noch den höheren Garantiezins gesichert haben. Dieser Rechnungszins ist zum 1. Januar von 1,75 auf 1,25 Prozent gesenkt worden, so dass Versicherer ihren Neukunden weniger versprechen dürfen, als sie es bei früher geschlossenen Verträgen konnten. Insgesamt sind die Beitragseinnahmen im vergangenen Jahr um 2,3 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro gestiegen - damit liegt der Düsseldorfer Versicherer unter dem Marktdurchschnitt von gut drei Prozent. Deutlich Tendenz nach oben haben die Einmalbeiträge, bei denen das Neugeschäft um 60 Millionen auf mehr als 600 Millionen Euro wuchs.

(gw)
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