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Düsseldorf
Telefonieren und Surfen im EU-Ausland günstiger

Düsseldorf. Sowohl Telekom wie Vodafone werben seit Wochen dafür, dass es bei vielen ihrer Tarife neuerdings keine Zuschläge mehr gibt für Telefonieren und Internet-Surfen im EU-Ausland. Doch bei genauem Hinschauen zeigt sich: Nur um Roaming-Kosten zu sparen, lohnt ein neuer Vertrag keineswegs immer. Denn seit 1. Mai hat die EU durchgesetzt, dass die erlaubten Zuschläge bei Reisen ins EU-Ausland noch einmal deutlich sinken.

Laut Vorgabe der EU sinken die Auslandsaufschläge in der Europäischen Union auf sechs Cent pro Minute, wenn man jemanden vom EU-Ausland aus anruft. Günstig sind auch SMS: Nur zwei Cent Aufschlag sind erlaubt. Wer in Paris oder Lissabon einen Anruf aus Deutschland annimmt, muss gar keinen Zuschlag zahlen. Doch relativ teuer bleibt bis zum Sommer 2017 das mobile Surfen: Es kostet noch immer sechs Cent für ein Megabyte Daten.

Was bedeutet dies? Ein zehn Minuten langes Telefonat in die Heimat kostet 60 Cent Zuschlag. Bei 20 Tagen Ferien und einem täglichen Gespräch von zehn Minuten Dauer kommen zwölf Euro an Mehrpreis zusammen. Bei fünf SMS pro Tag kämen zwei weitere Euro hinzu - 14 Euro also zusammen.

Der Versand eines zehn Megabyte großen Fotos kostet aber trotz der neuen EU-Regeln noch immer 60 Cent. Viele Kunden "verbrauchen" im Urlaub für Facebook, Whatsapp und Musik ein Gigabyte an Daten - da kommen selbst zum neuen Roamingpreis 60 Euro zusammen. Das heißt: Manche Urlaubs-Pakete der Unternehmen können sinnvoll sein. Für 2,99 Euro am Tag lässt sich etwa bei Vodafone die deutsche Flatrate ins Ausland mitnehmen.

Aufpassen müssen Kunden bei Telefonica/E-Plus: Das Unternehmen nimmt bei vielen Kunden trotz EU-Regel 15 Cent die Minute, wenn die im EU-Ausland telefonieren.

(rky)
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