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Bonn
Telekom: Alle Haushalte erhalten schnelles Internet

Bonn. Die Telekom bezweifelt, dass Deutschland die Ziele beim Breitbandausbau pünktlich erreicht. Telekom-Chef Tim Höttges ließ keinen Zweifel daran, dass alle Haushalte bald Zugang zu einem Internetanschluss mit einem Tempo von mindestens 50 Megabit pro Sekunde haben. Allerdings könne es sein, dass es etwas später wird als 2018. Dies sagte Höttges gestern bei der Vorlage der Quartalszahlen.

Konkret geht er davon aus, dass die Telekom sowie Wettbewerber rund 80 Prozent der Haushalte sowieso mit sehr schnellen Anschlüssen versorgen werden - die Telekom investiert pro Jahr fünf Milliarden Euro in Deutschland. Sie setzt darauf, mit der Technik Vectoring über DSL künftig ein Übertragungstempo von bis zu 100 Megabit anzubieten, später 250 Megabit.

Höttges glaubt, dass die weiteren 20 Prozent der Bevölkerung mit Hilfe von Subventionen aus dem vier Milliarden Euro teuren Förderprogramm des Bundes erschlossen werden können. In ganz Europa gäbe es kein besser finanziertes Subventionsangebot für Internet.

Der Konzernüberschuss der Telekom wuchs im dritten Quartal um 30 Prozent auf 1,05 Milliarden Euro. Erneut ist T- Mobile USA Hauptantreiber der Gewinne: Der operative Gewinn der Telekom-Tochter schnellte um mehr als die Hälfte auf 2,2 Milliarde Euro hoch.

Vorsichtig kommentierte Höttges einen Streit seines US-Statthalters John Legere mit dem künftigen Präsidenten Trump. Legere hatte per Twitter ein Trump-Hotel kritisiert, der zog daraufhin über T-Mobile USA her. "Ich kontrolliere meine Mitarbeiter nicht", so Höttges. Den Wahlausgang in den USA wolle er aus Prinzip nicht kommentieren. Da solle sich die Wirtschaft raushalten.

(rky)
 
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