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Mülheim/Berlin
Tengelmann: Bekommt Rewe jetzt doch Kaiser's-Filialen?

Mülheim/Berlin. Der Verhandlungspoker um die Zukunft der Supermarktkette Kaiser's Tengelmann wird zur Nervenprobe für die rund 15.000 Beschäftigten. Es gibt zwar Bewegung in den von Alt-Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) geleiteten Verhandlungen. Vor einer Einigung seien aber noch hohe Hürden zu überwinden, hieß es aus dem Umfeld der Verhandlungsteilnehmer. Die "Lebensmittelzeitung" hatte zuvor berichtet, es habe eine Durchbruch in den Verhandlungen gegeben. Rewe, Edeka und Tengelmann hätten sich auf ein Paket von Filialen verständigt, das an Rewe abgegeben werden solle. Das Bundeswirtschaftsministerium wies das zurück: "Berichte über eine Einigung in den Schlichtungsgesprächen sind falsch."

Die Abgabe von Kaiser's Tengelmann-Filialen gilt als möglicher Knackpunkt der Verhandlungen. Erschwert würde eine solche Lösung allerdings dadurch, dass bei einem solchen Deal auch das Kartellamt ein Wort mitzureden hätte. Die Wettbewerbsbehörde ist aber inzwischen in die Verhandlungen eingebunden. Ein Behördensprecher räumte ein, das Kartellamt stehe für fachliche Fragen "selbstverständlich zur Verfügung".

Die Discount-Kette Norma und der Konkurrent Markant haben sich bereits entschlossen, ihre Beschwerde gegen die Ministererlaubnis von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel zurückzuziehen. Vollzogen werden kann die Übernahme aber nicht, solange der Edeka-Rivale Rewe an seiner Beschwerde festhält. Ein Vollzug der Ministererlaubnis würde allen Beschäftigten von Kaiser's Tengelmann eine fünfjährige Arbeitsplatzgarantie sichern.

(dpa)
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