| 09.12 Uhr

Palo Alto
Tesla räumt weitere Unfälle mit dem "Autopilot" ein

Palo Alto. Der Autobauer Tesla hat nach dem ersten Todes-Crash mit seinem Fahrassistenten "Autopilot" weitere Unfälle bei Fahrten mit der Technik bestätigt. Es habe mehrere Unfälle ohne Todesfolge gegeben, sagte ein Sprecher dem "Wall Street Journal". Eine konkrete Zahl wurde nicht genannt. Die Zeitung sprach von "einer Handvoll" Fälle, mit denen die "Autopilot"-Technik in Verbindung gebracht werde. Vor wenigen Tagen war ein tödlicher Unfall von Anfang Mai bekanntgeworden, bei dem ein von dem System gelenkter Tesla unter einen Lastwagen-Anhänger raste, der die Fahrbahn kreuzte. Es war der erste Tod in einem vom Computer gesteuerten Auto. Die Technik wird jetzt von der US-Verkehrsbehörde NHTSA untersucht.

Tesla betonte zugleich, bei Fahrten mit eingeschaltetem "Autopilot"-System passierten Unfälle seltener als bei komplett manueller Steuerung. Die im Oktober eingeführte Software ist inzwischen in rund 70.000 Fahrzeugen verfügbar. Der "Autopilot" kann unter anderem Tempo, Spur und Abstand halten sowie automatisch bremsen.

Der Konzern erklärte, dass die Funktion einen Tesla nicht zu einem selbstfahrenden Fahrzeug mache. "Autopilot" sei nur ein Fahrassistenzsystem, bei dem die Fahrer stets die Kontrolle über die Verkehrssituation behalten müssten. Viele Tesla-Fahrer luden jedoch Videos hoch, auf denen sie sich bei hohem Tempo mit anderen Dingen beschäftigen oder überhaupt nicht auf dem Fahrersitz saßen. Dem "Wall Street Journal" sagten zwei Tesla-Fahrer, die "Autopilot"-Technik habe stehende Fahrzeuge auf der Fahrbahn nicht erkannt. Im Fall des tödlichen Unfalls erklärte das Unternehmen, die Technik habe die Seitenwand des Lkw für ein Autobahnschild gehalten.

(dpa)
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