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Mannheim
Thomas Blades - erst Manager in Kleve, nun Bilfinger-Chef

Mannheim. Linde-Manager Thomas Blades soll den krisengeschüttelten Bau- und Dienstleistungskonzern Bilfinger wieder flott machen. Der 59-Jährige wird die Stelle als Vorstandschef spätestens im dritten Quartal antreten, teilte der Mannheimer Konzern mit. Bei Linde ist der in Hamburg geborene Brite fürs US-Geschäft zuständig.

Blades ist rumgekommen in der Welt: Er wuchs in England, Belgien, Singapur und den USA auf. Als Elektro-Ingenieur startete er seine Karriere beim US-Ölkonzern Schlumberger. 1998 kam Blades an den Niederrhein. Bis 2004 war er in Kleve Chef des Messgeräte-Herstellers Spectro Analytical Instruments. Erst im März 2016 war er bei den Wirtschaftsjunioren in Kleve zu Gast, um über Standort, Euro, Frauenförderung zu debattieren. Deutschland und Griechenland könnten beide aus dem Euro austreten, das eine Land sei zu stark, das andere zu schwach für die Währung, zitierte ihn die IHK. Nun denn.

Bei Bilfinger muss der zweifache Vater aufräumen. "Thomas Blades hat mehrfach bewiesen, dass er Firmen neu ausrichten kann", sagte Aufsichtsratschef Eckhard Cordes. Der einst stolze Konzern macht Verluste, findet beim Umbau keine Richtung - und keine Führung. Blades ist der vierte Chef seit 2014: Hessens früherer Ministerpräsident Roland Koch musste nach Gewinnwarnungen gehen. Auf Interimschef Herbert Bodner folgte der Norweger Per Utnegaard, der nicht mal ein Jahr blieb. Die Börse ist noch nicht überzeugt, dass Blades nun der Richtige ist. Die Bilfinger-Aktie, die sich seit 2014 halbiert hat, ging gestern um zwei Prozent zurück.

Quelle: RP
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