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Düsseldorf
Thyssenkrupp: Abschied vom Stahl rückt näher

Düsseldorf. Die Verhandlungen von Thyssenkrupp mit dem britisch-indischen Tata-Konzern über eine Zusammenlegung der Stahl-sparten gehen in eine entscheidende Phase. Dies verlautete gestern aus informierten Kreisen. Zuvor hatte das Handelsblatt darüber berichtet, dass eine Entscheidung über die Zukunft des Stahls bei Thyssenkrupp bis zum Ende des Geschäftsjahres am 30. September fallen soll. Neben einer Fusion gilt nach wie vor ein Verkauf in Einzelteilen oder ein Börsengang als Option. Thyssenkrupp-Chef Heinrich Hiesinger betont seit Langem, dass die traditionsreiche Stahlsparte aus der Bilanz des Essener Konzerns verschwinden soll.

Betriebsrat und IG Metall wehren sich dagegen vehement: "Das wäre noch schlimmer als ein 50:50-Joint-Venture", sagte Konzernbetriebsratschef Wilhelm Segerath. Die Stahlsparte würde total abhängig von einem ausländischen Investor, von dem man nicht wisse, wie er sich in Sachen Sicherung der Arbeitsplätze und Standorte verhalte, kritisierte Segerath, der auch im Aufsichtsrat des Konzerns sitzt. Die Thyssenkrupp-Aktie legte gestern zeitweise drei Prozent zu.

(kib)
 
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