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Düsseldorf
Thyssenkrupp will Stellen streichen

Düsseldorf. Wie viele Arbeitsplätze im Anlagenbau wegfallen sollen, ist noch unklar.

Thyssenkrupp setzt im Großanlagenbau den Rotstift an. Das neue Management des Geschäftsbereichs Industrial Solutions will das Geschäft umbauen - und hat dabei auch "Überkapazitäten" ausgemacht, wie ein Sprecher des Konzerns gestern erklärte. Er wollte sich nicht zu der Frage äußern, wie viele Stellen wegfallen werden. Betroffen von den Streichungen ist der Bereich Process Technologies mit Sitz in Dortmund. Der seit Oktober amtierende neue Chef des Geschäfts rund um Planungen und Bau industrieller Anlagen, Jens Michael Wegmann, hatte angekündigt, seinen Bereich effizienter machen zu wollen, um die internen Profitabilitätsziele erreichen zu können. Unter die Lupe nimmt Thyssenkrupp auch das Werftgeschäft.

Im Bereich Process Technologies gebe es Überkapazitäten gleich an mehreren Standorten. Zudem hielten sich Kunden derzeit mit Aufträgen für Großprojekte zurück. In den Bereichen, die nicht mehr wettbewerbsfähig seien, werde es Stellenstreichungen geben. Der Abbau solle sozialverträglich erfolgen. Bei Process Technologies in Deutschland arbeiten rund 2300 Menschen. Einem Betriebsratsvertreter zufolge gibt es Gespräche mit dem Management.

Dem Mischkonzern machten zuletzt die Folgen der Stahlkrise zu schaffen. Im Mai musste das Unternehmen seine Gewinnziele für das laufende Geschäftsjahr kappen.

(rtr)
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