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Tianjin
1,4 Milliarden Euro Explosionsschaden

Explosion in Tianjin hinterlässt riesigen Krater
Explosion in Tianjin hinterlässt riesigen Krater FOTO: dpa, hy sh
Tianjin. Bei dem Unglück in Tianjin kamen mindestens 114 Menschen ums Leben.

Angesichts des völlig zerstörten Hafens in der nordchinesischen Metropole Tianjin weicht VW bei seinem China-Umschlag über die Häfen von Schanghai und Guangzhou aus. "Wir können das bisher problemlos auffangen", sagte ein Sprecher. Europas Branchenprimus hatte zuvor bekanntgegeben, dass bei der Explosion in Tianjin rund 2700 Importfahrzeuge der Typen Beetle und Touareg beschädigt oder zerstört worden seien. Der Konzern unterhält in Tianjin ein Getriebewerk, das rund 20 Kilometer vom Explosionsort entfernt ist. Die Produktion dort läuft laut Sprecher normal weiter.

Audi ist von der verheerenden Explosion im Hafen nach eigenen Angaben nicht betroffen. BMW teilte mit, der Zustand der in einem Verteilzentrum stehenden Fahrzeuge sei noch unklar, weil die Gegend noch nicht zugänglich sei. Alle BMW-Angestellten seien aber in Sicherheit.

Tianjin ist ein wichtiger Umschlagplatz für Importfahrzeuge in China. Im größten Hafen im Nordosten des Landes war es am Mittwoch in einem Lager für giftige Stoffe zu mehreren Explosionen gekommen. Die Ursache ist noch immer unklar. Nach amtlichen Angaben kamen mindestens 114 Menschen ums Leben, Dutzende wurden vermisst.

Die Allianz gibt Entwarnung bezüglich der Schadensumme. Nach bisherigen Erkenntnissen werde das Unglück nicht als große finanzielle Belastung eingestuft, teilte der Versicherer mit. Für ein abschließendes Urteil sei es allerdings noch zu früh. Die Großbank Credit Suisse geht davon aus, dass durch die Katastrophe ein versicherter Schaden von umgerechnet bis zu 1,4 Milliarden Euro entstanden ist. Der Rückversicherer Swiss Re und die Zurich Insurance Group erklärten allerdings, für Schätzungen sei es noch zu früh. Ähnlich äußerte sich auch der deutsche Rückversicherer Munich Re.

Quelle: RP
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