Klemmende Gaspedale: Toyota-Absatz bricht ein
zuletzt aktualisiert: 06.02.2010 - 11:26Düsseldorf/München (RPO). Nach der Rückrufaktion zahlreicher Pkw der Marke Toyota ist der Absatz des japanischen Autobauers nach einem Medienbericht massiv eingebrochen. Das Unternehmen hatte die Aktion wegen klemmender Gaspedale starten müssen.
"Seit die negativen Schlagzeilen vor gut zehn Tagen begannen, ging bei uns in Deutschland der Absatz um rund 20 Prozent zurück", sagte Deutschland-Chef Alain Uyttenhoven der "Wirtschaftswoche".
Auch die Imagewerte des Autoherstellers brachen nach dem Bericht stark ein. Spielte Toyota aus Markensicht zuvor noch in einer Liga mit Volvo, Mercedes oder BMW, liege er nun sogar hinter den Franzosen Renault und Peugeot.
Wie Uyttenhoven einräumte, waren Toyota Probleme mit klemmenden Gaspedalen schon seit Längerem bekannt. "Bei Langzeitüberprüfungen mit einem Toyota Auris kam es 2007 in zwei Fällen vor, dass das Gaspedal Geräusche machte oder ruckelte", sagte er der Zeitschrift. Zudem habe es 2008 auch erste Berichte von Kunden über klemmende Gaspedale gegeben.
Unterdessen wird der Rückruf den Autohersteller möglicherweise teurer zu stehen kommen als geplant. Nachdem weltweit acht Millionen Fahrzeugen zurückbeordert wurden, werden die Kosten möglicherweise bei bis zu drei Milliarden Euro liegen. Das sagte Autoexperte Willi Diez der Branchenzeitschrift "Automobilwoche".
Unter anderem werde die Prozesslawine verunglückter Toyota-Fahrer in den USA den Konzern deutlich höher als die von dem Unternehmen selbst veranschlagten 1,4 Milliarden Euro belasten.
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