Betriebsversammlung in Rüsselsheim: 10.000 Opel-Beschäftigte legen Arbeit nieder
zuletzt aktualisiert: 29.10.2004 - 16:09Rüsselsheim (rpo). Rund 10.000 Beschäftigte haben im Opel-Werk Rüsselsheim für eine mehrstündige Betriebsversammlung die Arbeit niedergelegt. Wie der Betriebsrat mitteilte, informierten sich die Beschäftigten über die Zukunft des Standortes. Betriebsratschef Klaus Franz griff auf der Veranstaltung erneut den Mutterkonzern General Motors an. Die aktuellen Pläne von GM führten zu Zentralismus und ignorierten die Gegebenheiten des europäischen Marktes.
Zahlreiche Beschäftigte äußerten in Redebeiträgen Wut und Enttäuschung über das Management von General Motors. GM will bei seinen europäischen Töchtern Opel, Saab und Vauxhall Einsparungen in Höhe von 500 Millionen Euro durchsetzen und dazu insgesamt 12.000 Stellen streichen, davon alleine 10.000 bei Opel. Nach Angaben der Opel-Pressestelle handelte es sich bei der Betriebsversammlung um eine vier Mal jährlich stattfindende Routineveranstaltung.
Ein Unternehmen könne nicht gesund gespart werden, sagte Franz. Allein der Leistung der Mitarbeiter sei es zu verdanken, dass Opel in den Bereichen Design und Qualität heute wieder führend sei: "Die Mitarbeiter sind die Seele des Unternehmens." Der Betriebsratsvorsitzende erneuerte seine Forderungen, bei der anstehenden Sanierung auf Werksschließungen und betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten. Zudem müsse es eine europäische Verkaufsoffensive geben. Alle europäischen GM-Standorte müssten ausgelastet werden.
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