Prognose: 5,5 Milliarden Euro Überschuss für Bundesagentur
zuletzt aktualisiert: 23.06.2007 - 12:54Berlin (RPO). Geldsegen für die Bundesagentur für Arbeit: Laut Schätzungen des Instituts für Weltwirtschaft kann die Bundesagentur für Arbeit in diesem Jahr mit einem Überschuss von 5,5 Milliarden Euro rechnen.
Bisher hatten die Forscher mit einem Überschuss von drei Milliarden Euro gerechnet. Damit würde der Spielraum wachsen, den Beitrag zur Arbeitslosenversicherung stärker als geplant zu senken. Die Bundesagentur veröffentlicht ihre eigene Vorschau am 6. Juli. In den ersten fünf Monaten des Jahres betrug ihr Überschuss 440 Millionen Euro.
Der Rückgang der Arbeitslosenzahlen sei fantastisch, sagte der Konjunkturexperte des Kieler Instituts, Alfred Boss, der Zeitung. "Im Spätsommer wird die Zahl der Arbeitslosengeld-I-Empfänger die Eine-Million-Grenze unterschreiten", sagte Boss in der "Welt am Sonntag". Arbeitslosengeld I wird in den ersten zwölf Monaten der Arbeitslosigkeit gezahlt. Danach greift das Arbeitslosengeld II, das direkt von Staat bezahlt wird.
In den vergangenen fünf Monaten habe die Bundesagentur knapp 28 Prozent weniger für Empfänger des Arbeitslosengeldes I ausgegeben als im Vorjahreszeitraum, sagte Boss. Er erwartet, dass die Zahl der Arbeitslosengeld-I-Empfänger in diesem Jahr auf durchschnittliche 1,11 Millionen sinken wird. 2007 waren es 1,45 Millionen. Die Grundlagen der Berechnung stützen sich auf die neueste Prognose des Instituts, die für dieses Jahr ein Wirtschaftswachstum von 3,2 Prozent erwartet.
Wie hoch der Überschuss der BA im nächsten Jahr ausfalle, hänge stark davon ab, inwiefern der Bund auf das Geld zugreift, sagte Boss. Bei den derzeitigen Regelungen rechne er mit einem Überschuss von sechs Milliarden Euro. Werde der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung wie geplant um 0,3 Prozentpunkte gesenkt, werde das den Überschuss auf knapp vier Milliarden Euro drücken.
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