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Krankenversicherungen: Ab 1. Juli Zusatzbeiträge erwartet

zuletzt aktualisiert: 26.04.2009 - 17:38

Berlin (RPO). Für mehrere Millionen Kassenpatienten wird die Krankenversicherung demnächst offenbar teurer. Die ersten Zusatzbeiträge erwarte er zum 1. Juli dieses Jahres, sagte der Präsident des Bundesversicherungsamts, Josef Hecken, Medienberichten zufolge

Nach derzeitigem Stand seien insgesamt 4,5 Millionen Mitglieder in 16 Krankenkassen von den Zusatzbeiträgen betroffen, sagte Hecken der Tageszeitung "Die Welt". Welche Kassen einen Zusatzbeitrag erheben werden, sagte Hecken nicht.

Große Kassen wollen verzichten

Die großen Versicherer werden ihre Mitglieder aber nach Angaben der Zeitung dieses Jahr noch nicht belasten: "Wir werden 2009 keinen Zusatzbeitrag nehmen", sagte der Chef der Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK), Herbert Rebscher. Das Gleiche teilten nach Angaben des Blattes auch die Techniker Krankenkasse sowie die Barmer Ersatzkasse mit. Nach Auskunft des AOK-Bundesverbands werde auch keine Ortskrankenkasse dieses Jahr einen Zuschlag nehmen.

Einige Kassen wollen Prämien auszahle

Hecken wies aber auch darauf hin, dass viele Versicherte umgekehrt auch mit der Auszahlung einer Prämie rechnen könnten. "Rechnerisch könnten 30 überwiegend kleinere Kassen eine Prämie ausschütten." Bislang hätten aber nur drei Kassen eine Auszahlung beschlossen und beim Bundesversicherungsamt beantragt. Von weiteren Kassen gebe es Voranfragen.

Seit Januar bekommen die fast 200 gesetzlichen Krankenkassen ihr Geld aus dem Gesundheitsfonds zugewiesen. Auf diese Weise verteilt der Fonds in diesem Jahr insgesamt fast 168 Milliarden Euro. Kommen die Kassen mit diesem Geld nicht aus, müssen sie von ihren Mitgliedern einen Zusatzbeitrag erheben. Dieser Beitrag darf maximal ein Prozent vom Bruttoeinkommen eines Mitglieds betragen. Wer den Zuschlag nicht zahlen will, kann seiner Kasse kündigen und zu einer anderen wechseln.

Quelle: DDP

 
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