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Insolvente Fluggesellschaft
Niki Lauda meldet Interesse an Air-Berlin-Tochter Niki an

Air Berlin: Niki Lauda meldet Interesse an Niki an
Ex-Formel-1-Star und Luftfahrtunternehmer: Niki Lauda (Archiv). FOTO: dpa, kde lof
Wien. Ex-Formel-1-Star Niki Lauda kann sich einen Kauf der Air-Berlin-Tochter Niki vorstellen. CSU-Chef Horst Seehofer spricht sich für eine Übernahme von Air Berlin durch die Lufthansa aus.

"Ich habe einen Brief an den Insolvenzverwalter von Air Berlin geschrieben, in dem ich mein Interesse an FlyNiki bekunde", sagte Lauda der österreichischen "Kronen-Zeitung". "Jetzt bin ich gespannt, was passiert, ob ich überhaupt zu den Verhandlungen eingeladen werde." Die österreichische Fluggesellschaft Niki war 2003 von Lauda gegründet worden. Air Berlin übernahm das Unternehmen in den folgenden Jahren.

Allerdings müsse er erst einen Blick in die Bücher der Niki werfen. "Erst einmal will ich die gleiche Chance haben wie die Lufthansa, die das von langer Hand geplant hat", sagte Lauda, der eine mögliche Übernahme durch die deutsche Airline schon zuvor scharf kritisiert hatte. Wie Ryanair-Chef Michael O'Leary fürchtet Lauda eine beherrschende Stellung der Lufthansa vor allem im deutschen Markt.

Air Berlin hatte in der vergangenen Woche Insolvenz angemeldet. Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) hatte am Samstag erklärt, Air Berlin verhandle derzeit mit Lufthansa, Easyjet und Ryanair über Lösungen. Die insolvente Fluglinie will sich nicht zum Stand der Gespräche oder zu den Partnern äußern.

Seehofer für eine "noch stärkere Lufthansa"

CSU-Chef Horst Seehofer spricht sich für eine Übernahme von Air Berlin durch die Lufthansa aus. Er sei dafür, "im Rahmen des Rechts die Lufthansa zu stärken", sagte der bayerische Ministerpräsident den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Durch die Übernahme von Air Berlin können wir eine noch stärkere Lufthansa bekommen", sagte Seehofer.

Es sei wichtig, an die heimische Wirtschaft zu denken, sagte der CSU-Chef den Zeitungen weiter. Das unterscheide ihn "von vielen in der Europäischen Kommission, die den Betrieben in Europa große Schwierigkeiten machen, obwohl es ihre Aufgabe wäre, die europäischen Unternehmen zu stärken gegenüber der amerikanischen und chinesischen Konkurrenz".

(wer/dpa)
 
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