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panorama hypo real estate  DDP
  Foto: ddp, ddp
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Mehr als 200 Millionen Euro: Aktionäre wollen offenbar HRE verklagen

zuletzt aktualisiert: 29.07.2009 - 06:11

München (RPO). Es geht um mindestens 200 Millionen Euro Schadensersatz, den zahlreiche Aktionäre der Hypo Real Estate (HRE) nun in einem Musterprozess einklagen wollen. Der frühere Vorstand solle Risiken verschwiegen haben, schreibt die "Süddeutsche Zeitung". Da die HRE verstaatlicht wurde, müsste am Ende der Bund zahlen.

Hinter der Massenklage stehen der "SZ" zufolge Fonds mit tausenden Anlegern. Am Donnerstag kommender Woche wird laut der Zeitung beim Landgericht München I ein Schadensersatzantrag gegen die HRE verhandelt, der weit über bisherige Forderungen anderer Aktionäre im Umfang von einigen Millionen Euro hinausgeht.

Die neue Klage könne die Steuerzahler zusätzliches Geld kosten, nachdem der Bund das Immobilien- und Pfandbriefinstitut vor der Pleite gerettet hat, um eine Bankenkrise in Deutschland zu verhindern. Der Jurist Christian Wefers aus Nordrhein-Westfalen verlange für mehrere Kapitalanlagefonds aus Deutschland und anderen Ländern, die HRE-Aktien besitzen, nach eigenen Angaben in einem ersten Schritt mehr als 200 Millionen Euro Schadensersatz. Eine Aufstockung der Klage um mehrere Hundert Millionen Euro sei absehbar, berichtet die Zeitung.

Wefers tritt laut "SZ" bei Gericht als Kläger auf, vertreten wird er von dem Tübinger Anleger-Anwalt Andreas Tilp, der bereits andere Musterverfahren führt, darunter auch einen Prozess in Frankfurt gegen die Deutsche Telekom. Dort klagen 17000 Aktionäre auf Schadensersatz. "Der Fall HRE ist mindestens genauso bedeutsam", glaubt Tilp.

Er und Wefers werfen der HRE vor, die Aktionäre systematisch über den wahren Zustand des Instituts getäuscht zu haben. Hätten die Anleger die prekäre Lage der HRE gekannt, hätten sie keine Aktien gekauft und keinen Schaden erlitten, sagte Tilp. "Wir gehen von fortlaufenden Verstößen von Juli 2007 bis Oktober 2008 aus." Damals war noch der alte HRE-Vorstand um Ex-Bankchef Georg Funke im Amt, gegen den die Münchner Staatsanwaltschaft ermittelt.

 

Quelle: AFP/top

 
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