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Explosion befürchtet: AKW Brunsbüttel wird auf 25 Prozent runtergefahren

zuletzt aktualisiert: 09.07.2007 - 18:36

Kiel (RPO). Die Pannenserie im Atomkraftwerk (AKW) Brunsbüttel reiß nicht ab. Das Kieler Sozialministerium sei als zuständige Reaktoraufsichtsbehörde von der Betreibergesellschaft Vattenfall über Probleme informiert worden, teilte das Minesterium am Montag mit. Jetzt wird das AKW muss nach dem Bekanntwerden des weiteren Zwischenfalls auf ein Viertel seiner Leistung runtergefahren werden.

Offenbar entstehe zunehmend Wasserstoff. Dies könnte zu einer Explosion führen. "Hier muss dringend Abhilfe geschaffen werden", sagte Staatssekretär Hellmut Körner nach dem Expertengespräch in Kiel. Der Reaktor werde auf 25 Prozent runtergefahren, bis die Rohre durchgespült und alles geklärt sei.

Das Sozialministerium als atomrechtliche Aufsichtsbehörde hatte nach eigenen Angaben am Wochenende eine intensive Prüfung der festgestellten Mängel unter Beteiligung des Gutachters TÜV SÜD in Brunsbüttel durchgeführt. Es habe den Betreiber aufgefordert, eine Spülung des betroffenen Bereichs der Reaktorfüllstandsmessung und Änderungen an der Füllstandsmessung vorzunehmen. Dies habe Geschäftsführer Bruno Thomauske zugesagt.

Eine explosive Mischung aus dem beim Reaktorbetrieb entstehenden Wasserstoff und Sauerstoffgas war unbemerkt durch Strahlung entstanden und hatte sich gesammelt. Entdeckt wurde der Störfall erst bei einer Inspektion im Februar 2002, die die Kieler Atomaufsicht durchgesetzt hatte. Der Leiter des Kraftwerks und weitere führende Mitarbeiter mussten daraufhin ihre Posten räumen. Das Ereignis warf nach Ansicht der Behörden "Fragen zur Zuverlässigkeit des Betreibers" auf. Danach wurde ein Spezielles Messsystem eingebaut, dass nun Alarm geschlagen hat.

Quelle: afp

 
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