Weniger Milliardäre in Deutschland: Aldi-Brüder bleiben die reichsten Deutschen
zuletzt aktualisiert: 06.10.2009 - 12:03Hamburg (RPO). Die Zahl der Superreichen in Deutschland ist in der Wirtschaftskrise deutlich gesunken. Hierzulande gibt es zurzeit 99 Milliardäre, ein Jahr zuvor waren es noch 122. An der Spitze stehen weiter die Albrecht-Brüder, Verlierer sind die Familien Porsche und Schaeffler sowie die Quelle-Erbin Madeleine Schickedanz.
Auf Platz eins und zwei der Liste der reichsten Deutschen stehen auch dieses Jahr wieder die Aldi-Gründer Karl und Theo Albrecht, wie aus der am Dienstag vom "Manager-Magazin" veröffentlichten Liste der 300 reichsten Deutschen hervorgeht. Die beiden Unternehmer verfügen über ein geschätztes Vermögen von 17,35 Milliarden Euro beziehungsweise 16,75 Milliarden Euro.
Porsches und Schaeffler verloren am meisten
Den höchsten Verlust erlitten die Porsches, deren Vermögen im Zuge des gescheiterten Volkswagen-Übernahme um elf Milliarden Euro oder 71 Prozent zurückging. Maria-Elisabeth Schaeffler verlor durch die Übernahme von Continental 92,4 Prozent ihres Vermögens und stieg von Rang 15 auf Platz 260 ab.
Gar nicht mehr in der Liste vertreten ist die Quelle-Erbin Madeleine Schickedanz, die den Großteil ihres Vermögens durch die Pleite des Handels- und Touristikkonzerns Arcandor verlor.
Insgesamt fiel der Wert der 100 größten Vermögen in Deutschland um zwölf Prozent von 324,6 auf 285,6 Milliarden Euro. Dabei machte sich allerdings bereits die jüngste wirtschaftliche Erholung bemerkbar: Im Februar und März dieses Jahres hatte die Wertentwicklung der größten deutschen Vermögen laut "Manager Magazin" mit einem durchschnittlichen Minus von rund 30 Prozent ihren Tiefstand erreicht.
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