| 19.34 Uhr

Ärger um Familienstiftung
Gericht vertagt Entscheidung im Aldi-Streit

Aldi: Oberverwaltungsgericht vertagt Entscheidung
Babette Albrecht im Landgericht in Essen. (Archiv) FOTO: dpa, ve fdt wst lof
Schleswig. Nach rund acht Stunden Verhandlung gibt es noch keine Entscheidung: Das schleswig-holsteinische Oberverwaltungsgericht (OVG) hat die Urteilsverkündung im Familien-Streit bei Aldi Nord vertagt.

Voraussichtlich am 7. Dezember um 10 Uhr soll noch ein Zeuge gehört werden. Das OVG verhandelt die Berufung gegen eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts Schleswig unter anderem über die Zusammensetzung des Vorstandes einer wichtigen Familienstiftung, die 19,5 Prozent der Anteile an Aldi Nord hält. Nach dem plötzlichen Tod von Gründer-Sohn Berthold Albrecht kämpfen Mitglieder seiner Familie um ihren Einfluss auf die Jakobus-Stiftung.

Der Zeuge, der nun noch gehört werden soll, ist ein ehemaliges Vorstandsmitglied der Jakobus-Stiftung, das bei der entscheidenden Satzungsänderung erkrankt war. Berthold Albrecht hatte daraufhin in dessen Namen der Änderung zugestimmt. Dies ist nach Ansicht der Erben nicht zulässig. Zu diesem Punkt soll der Zeuge nun gehört werden.

Durch die Satzungsänderung war die Macht der Familie in diesem Gremium spürbar eingeschränkt worden. Dies war auch vom Kreis Rendsburg-Eckernförde als Stiftungsaufsicht akzeptiert worden.

(laha/dpa/lnw)
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Aldi: Oberverwaltungsgericht vertagt Entscheidung


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.