Postbank-Übernahme: Allianz hat die besten Karten
zuletzt aktualisiert: 25.03.2008 - 12:00München (RPO). Im Kampf um die Übernahme der Postbank scheint sich ein Favorit heraus zu kristallisieren. Einem Zeitungsbericht zufolge hält Allianz die besten Karten im Übernahmepoker in den Händen.
Wie das "Handelsblatt" am Dienstag unter Berufung auf Finanzkreise berichtete, habe der Münchner Finanzkonzern mit seiner Tochter Dresdner Bank beim Mehrheitseigner Post und in Teilen der Bundesregierung derzeit "die besten Karten". Allianz und Postbank lehnten eine Stellungnahme ab. "Wir kommentieren das nicht", erklärte ein Allianz-Sprecher. "Das ist alles Spekulation", hieß es von der Postbank.
Dem Blatt zufolge ist die Allianz Wunschpartner der Post-Tochter. In Aufsichtsratskreisen der Postbank teile man die Einschätzung, dass unter den deutschen Interessenten die Allianz der bevorzugte Kandidat sei, hieß es.
Laut dem Bericht hatte im Bundesfinanzministerium bisher die Commerzbank als Favorit für eine Übernahme des Kreditinstituts gegolten. Angesichts der Belastungen durch die Finanzkrise gebe es aber nun Zweifel, ob die Bank einen Kauf der Post-Tochter stemmen könne. Auch die Deutsche Bank hat offen Interesse an der Postbank gezeigt. Der Zeitung zufolge soll der Verkauf der Postbank spätestens bis Jahresende abgeschlossen sein.
Auch Spekulationen über eine Fusion der Allianz-Tochter Dresdner Bank mit der Postbank hatten immer wieder die Runde gemacht. Diese wurden angeheizt, nachdem der Versicherungskonzern kürzlich die Teilung der Dresdner Bank in eine Investmentbank und eine Privat- und Firmenkundenbank bekanntgegeben hatte. Die ertragsschwache Traditionsbank ist seit Jahren das Sorgenkind der Allianz.
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