Beschlossene Sache: Allianz streicht 7.480 Stellen
zuletzt aktualisiert: 22.06.2006 - 08:01München (rpo). Der Stellenabbau bei der Allianz ist beschlossene Sache. Der Konzern will bei seinen seinen Versicherungen in Deutschland 5000 Stellen streichen. 2480 Jobs sollen bei der Tochter Dresdner Bank gestrichen werden.
Dies teilte der Konzern am Donnerstag mit. In der Inlandstochter für das Versicherungsgeschäft, der Allianz Deutschland AG, sollen durch die neue Struktur die Kosten um 500 Millionen bis 600 Millionen Euro reduziert werden, kündigte die Gesellschaft an. In der Tochter hat die Allianz seit Jahresbeginn ihre bis dahin selbständigen Sparten-Unternehmen für Sach-, Lebens- und Krankenversicherung sowie den gemeinsamen Vertrieb gebündelt. Die Kosten der Sanierung bezifferte die Allianz auf rund 500 Millionen Euro.
Bei dem geplanten Abbau der 5000 Stellen entfallen auf die Sachversicherung 3300 Arbeitsplätze, auf die Lebensversicherung rund 1000 Stellen und auf die Krankenversicherung 700 Jobs, teilte das Unternehmen weiter mit. Hinzu kommt der bereits im Februar angekündigte Abbau von rund 700 Stellen im Vertriebsinnendienst. Im Rahmen der neuen Struktur will die Allianz im Inland die Zahl ihrer Verwaltungsstandorte von derzeit 21 auf 10 reduzieren.
Bei der Dresdner Bank kommt es nach bereits deutlichen Stellenkürzungen in den Jahren 2001 bis 2004 ebenfalls zu einem erneuten drastischen Arbeitsplatzabbau. Von den 2480 betroffenen Stellen fallen 1980 bei der Dresdner Bank AG weg, in in- und ausländischen Tochtergesellschaften 500 Stellen, wie die Bank mitteilte. Durch den Stellenabbau wolle die Dresdner Bank ihre Kosten "per Saldo stabil halten und bei den Erträgen über Markt wachsen", erläuterte der Dresdner-Bank-Vorstandsvorsitzende Herbert Walter.
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